Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.06.2019


Innsbruck

stadt_potenziale 2019: Sieben Projekte für Innsbruck als Kulturpflaster

„Ich begrüße gesellschaftskritische Stimmen, die Innsbruck als Kulturpflaster noch besser machen.“ - Uschi Schwarzl
 (Grüne Stadträtin).

© Foto TT / Rudy De Moor„Ich begrüße gesellschaftskritische Stimmen, die Innsbruck als Kulturpflaster noch besser machen.“ - Uschi Schwarzl
 (Grüne Stadträtin).



Über das schöpferische Potenzial der Stadt zeigte sich Kulturstadträtin Uschi Schwarzl bei der gestrigen Präsentation der „stadt_potenziale 2019"-Gewinner äußerst erfreut. Insgesamt sieben Projekte aus unterschiedlichen Sparten wurden aus 24 Bewerbungen für den Kulturfördertopf ausgewählt, der in diesem Jahr zum 13. Mal ausgelobt worden war.

Insgesamt 63.030 Euro der bereitgestellten 70.000 Euro können nun von den sieben Siegerprojekten in den kommenden beiden Jahren für ihre Initiativen verwendet werden. Mit dabei sind in diesem Jahr u. a. der Literaturclub Cognac und Biskotten. Mit „Das literarische Tattoo" wird ein Projekt realisiert, bei dem Autoren Sätze ihrer Werke in die Haut tätowiert werden. Die 15 Kandidaten sollen eine Urban-Art-Ausgabe des Literaturmagazins schaffen, das nur durch die Existenz seiner Autoren weiterbesteht.

Wortwörtlich eine Lücke füllen will „Lückenfüller", eine Initiative, die ungenutzten Leerstand in Tirol aufspüren will. Daraus sollen Möglichkeitsräume werden, die Initiative soll dann auch wachsen und vielleicht Vermittler zwischen Leerstandsobjektbesitzern und potenziellen, kulturellen Nutzungsinitiativen werden.

Schwarzl betonte gestern auch die Wichtigkeit von gesellschaftskritischen Stimmen, die Innsbruck als Kulturpflaster besser machen würden. Dazu passt auch das „Krawallbürsten"-Fest vom gleichnamigen Kollektiv, das seinen Fokus auf Frauen, Lesben, Inter, Trans, Agender und Nonbinary (kurz FLITAN*) legt. Mit dem Zusatz „goschat und zwieder" will der Verein ein zweitägiges Kulturfestival realisieren, das Raum für die Auseinandersetzung mit feministischen und queeren Themen schaffen soll.

Mit dabei ist auch Künstlerin Katharina Cibulka mit ihrem Projekt „Top Secret" und der Verein „LoR. Legends of Rock", die einen Musikerstammtisch etablieren wollen. Die diesjährige Jury setzte sich aus Kuratorin Lisa Mazza, Künstlerin Esther Strauß und Architektin Theresa Schütz zusammen. (TT)