Letztes Update am Sa, 14.09.2019 15:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


TIROL

Südtiroler Künstler Sachsalber mit Paul-Flora-Preis ausgezeichnet

Der mit 10.000 Euro dotierte Paul-Flora-Preis geht alljährlich an junge Tiroler oder Südtiroler Künstler für deren Leistungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst. Dieses Jahr zeichnen Kulturlandesrätin Beate Palfrader und ihr Südtiroler Amtskollege Philipp Achammer den Künstler Sven Sachsalber im Rahmen einer Feier in Glurns (Südtirol) aus.

Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Südtirols Kulturlandesrat Philipp Achammer gratulieren Sven Sachsalber (Mi.) zum Paul-Flora-Preis.

© LPA SüdtirolKulturlandesrätin Beate Palfrader und Südtirols Kulturlandesrat Philipp Achammer gratulieren Sven Sachsalber (Mi.) zum Paul-Flora-Preis.



Glurns – Der vom Bundesland Tirol und dem Land Südtirol gemeinsam gestiftete Paul-Flora-Preis geht heuer an den Südtiroler Künstler Sven Sachsalber. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises fand am Samstag in Glurns in Südtirol statt. Die Auszeichnung ergeht jährlich an junge Tiroler oder Südtiroler Künstler für deren Leistungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst.

„Ich gratuliere Sven Sachsalber herzlich zu dieser Auszeichnung. Er hat als junger Künstler einen beachtlichen und nachhaltigen Werdegang aufzuweisen, den er über die letzten Jahre kontinuierlich fortführen konnte“, erklärte Tirols Kulturlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP). Auch ihr Südtiroler Amtskollege, Philipp Achammer (SVP), gratulierte dem Südtiroler. „Sachsalber ist ein hervorragender Kunstschaffender. Konsequent und authentisch thematisiert er kulturelle und gesellschaftliche Machtstrukturen“, so Achammer.

Sachsalber wurde 1987 in Schlanders in Südtirol geboren und lebt derzeit in New York. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und Sprachen in Bologna, absolvierte er ein Masterstudium am Fine Arts Royal College of Art London. 2014 gewann der den New York Art Price.

Neben Performances arbeitet Sachsalber auch mit Zeichnung und Malerei. Aufmerksamkeit erregte er mit seiner Ausstellung im Palais de Tokyo in Paris, wo er den Ausstellungsraum mit einem Heuhaufen füllte und darin während der Ausstellungsdauer eine Nadel so lange suchte, bis er sie fand. In seinen Arbeiten hinterfragt er gesellschaftliche Normen und Tabus, mit welchen er sich auf radikale Weise am eigenen Körper experimentierend auseinandersetzt.

Der Preis wird seit 2010 in Erinnerung an den 2009 verstorbenen Künstler Paul Flora abwechselnd in Tirol und Südtirol vergeben. Über die Vergabe befindet eine Fachjury. (APA)