Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.10.2019


USA

Maximilian-Ausstellung in New York: Der letzte Ritter im Herzen Manhattans

Das New Yorker Met Museum widmet Kaiser Maximilian I. eine Sonderausstellung mit vielen Leihgaben aus Österreich.

Tiroler Delegation vor dem New Yorker Met Museum. (V. l.) Florian Phleps (Tirol Werbung), Stadträtin Uschi Schwarzl, Landesrätin Beate Palfrader und Karl Gostner (Tourismusverband Innsbruck) nahmen an der Eröffnung der Ausstellung „The Last King" teil.

© Anton BrookesTiroler Delegation vor dem New Yorker Met Museum. (V. l.) Florian Phleps (Tirol Werbung), Stadträtin Uschi Schwarzl, Landesrätin Beate Palfrader und Karl Gostner (Tourismusverband Innsbruck) nahmen an der Eröffnung der Ausstellung „The Last King" teil.



New York – Es ist eine kleine Sensation, jedenfalls aber eine außergewöhnliche Ehre für Tirol und Österreich, dass sich eines der wichtigsten Kunstmuseen der Welt in einer Ausstellung mit Kaiser Maximilian I. beschäftigt: das Metropolitan Museum of Art (meist einfach als The Met bezeichnet) im mondänen New Yorker Stadtteil Manhattan.

Außenminister Alexander Schallenberg, die Tiroler Kulturlandesätin Beate Palfrader und die Innsbrucker Kulturstadträtin Uschi Schwarzl kamen zur Eröffnung Mittwochabend in den „Big Apple“.

In Tirol wird Maximilian I., der vor 500 Jahren starb, schon das ganze Jahr über mit einem wahren Großaufgebot an Veranstaltungen aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet. Die Ausstellung im Met Museum beschäftigt sich mit der entscheidenden Rolle der Rüstungen von Kaiser Maximilian I. (1459–1519). „The Last Knight: The Art, Armor, and Ambition of Maximilian I“ heißt die Schau.

„Es ist ein besonderer Moment für Österreich“, sagt Kulturminister Alexander Schallenberg. „Es ist das erste Mal, dass sich eine Ausstellung hier im Met, dem meistbesuchten Museum in den USA, wirklich ganz einer sehr österreichischen Persönlichkeit widmet.“

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Es ist die umfassendste Leihgabenausstellung für europäische Waffen und Rüstungen seit Jahrzehnten, betonte auch der österreichische Direktor des Met Museums, Max Hollein, der sich für die Leihgaben vor allem beim Kunsthistorischen Museum (KHM) Wien, der Albertina und dem Tiroler Landesmuseum bedankte.

Die imposante Schau, die von Pierre Terjanian kuratiert wurde, untersucht die Bedeutung der europäischen Rüstung zu Beginn der Renaissance und durch die Linse des Lebens Maximilians. Hier soll erforscht werden, wie seine Leidenschaft für die Ideale des Rittertums seinen Bestrebungen diente, ein dauerhaftes Erbe zu hinterlassen.

Zu sehen sind auch die Originalreliefs des Innsbrucker Golden Dachls, weiters kostbare Harnische, die Maximilians Schirmherrschaft über die größten europäischen Rüstungshersteller seiner Zeit unterstreichen, und viele weitere Kunstwerke: die Ehrenpforte, ein monumentales Holzschnittwerk von Albrecht Dürer, der Triumphzug Kaiser Maximilians von Albrecht Altdorfer oder das eindrucksvolle Totenbildnis Kaiser Maximilians. (TT)