Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 16.11.2018


Schwaz

Gekommen, um zu schreiben

Seit 25 Jahren vergibt das Literaturforum Schwaz in Kooperation mit der Stadt ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium für Schriftsteller

Simone Scharbert ist 2018 Stadtschreiberin in Schwaz.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Privat</span>

© Simone Scharbert ist 2018 Stadtschreiberin in Schwaz.Foto: Privat



Schwaz – Peter A. Krobath machte 1993 den Anfang. Im Jahr darauf verbrachte der 1997 verstorbene Osttiroler Christoph Zanon mehrere Wochen in Schwaz – und schrieb. Weitere Autorinnen und Autoren folgten. Seit 25 Jahren vergibt das Literaturforum Schwaz in Kooperation mit der Stadt ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium für Schriftsteller. Etablierte Autoren – etwa Radek Knapp im Jahr 2000 – waren genauso Stadtschreiber wie Autoren, die erst am Anfang ihrer Laufbahn standen: Thomas Lang etwa schrieb 2004 in Schwaz – und gewann ein Jahr später den Klagenfurter Bachmann-Preis.

Die Stadtschreiberin 2018 ist die 1974 im bayerischen Aichach geborene Simone Scharbert. Sie setzte sich gegen mehr als hundert weitere Bewerberinnen und Bewerber durch. Am Donnerstag, 29. November, präsentiert sie Auszüge ihres Textes „Alice“, der ihr das Stipendium in Tirol ermöglichte. Scharbert widmet sich darin dem Leben von Alice James, der Schwester des ungleich berühmteren Romanciers Henry James.

Davor allerdings haben sich gleich mehrere ehemalige Stadtschreiber und Stadtschreiberinnen in Schwaz angekündigt. Zum 25. Geburtstag des Projektes lädt das Literaturforum ab heute, 14 Uhr, zum zweitägigen Lesefest ins Museum der Völker: Es lesen u. a. Isabella Feimer, Alexander Peer und Martin Amanshauser. Sie alle haben auch Texte für die bibliophil gestaltete Anthologie „25 Jahre Schwazer Stadtschreiber“ beigesteuert, die im Rahmen des Festes präsentiert wird. (jole)