Letztes Update am Di, 27.08.2019 14:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Berliner Literaturfestival

Literaturfestival Berlin zwischen Sex und Kolonialismus

Das Literaturfestival findet vom 11. bis 21. September, verteilt auf mehr als zwei Dutzend Veranstaltungsorte, in Berlin statt. Unter den 230 Autoren befinden sich auch zwei Österreicher.

Der Tiroler Schriftsteller Raoul Schrott wird auch ein Gast in Berlin sein.

© TT / Thomas B?hmDer Tiroler Schriftsteller Raoul Schrott wird auch ein Gast in Berlin sein.



Berlin – Mit Schwerpunkten wie Sex oder Kolonialismus blickt das Internationale Literaturfestival Berlin auf seine 19. Version. Vom 11. bis 21. September haben die Organisatoren um Festivaldirektor Ulrich Schreiber 230 Autoren aus 60 Ländern eingeladen, darunter aus Österreich Karl-Markus Gauß und Raoul Schrott. Die 200 Veranstaltungen sind auf mehr als zwei Dutzend Orte in ganz Berlin verteilt.

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Zur Eröffnung wird sich die Schriftstellerin Petina Gappah aus Simbabwe mit dem Verhältnis zwischen Europa und Afrika befassen. Gappah ist damit Teil der bereits im vergangenen Jahr begonnenen Serie „Decolonizing Worlds“, die sich mit dem Kolonialismus und seinen bis heute wirkenden Machtstrukturen befasst.

Themen: Sex und Politik

Im Special „About: Sex“ treffen Autorinnen und Autoren zusammen, die sich in ihren Werken mit Sexualität beschäftigen. Dabei sollen kulturhistorische Aspekte oder die unter #MeToo bekannte Debatte um Übergriffe und Belästigung thematisiert werden. Eingeladen sind nach den Worten von Programmleiterin Simone Schröder auch Autorinnen, die „mit neuem Selbstbewusstsein ihr Begehren thematisieren“ wie die als Lady Bitch Ray arbeitende Schriftstellerin und Rapperin Reyhan Sahin.

Noch vor Beginn des Literaturfestivals steht das weltweite Erstarken rechtspopulistischer Politik im Zentrum der Deutsch-Israelischen Literaturtage am 4. und 8. September in Berlin. Dabei widmen sich nach Angaben der Veranstalter von Goethe-Institut und Heinrich-Böll-Stiftung acht Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Israel und Österreich unter dem Motto „Lauter, immer lauter?“ dem Thema Populismus und Polarisierung. Zum Auftakt diskutiert Franzobel mit dem israelischen Schriftsteller Sami Berdugo über die Spaltung der Gesellschaft. (APA/dpa)