Letztes Update am Fr, 26.06.2015 09:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Objektiv 2015“

Österreichs Pressefotos des Jahres

Am Donnerstagabend wurde der Objektiv-Preis für das Pressefoto des Jahres 2015 vergeben.

Gesamtsieger Objektiv 2015 und Siegerbild in der Kategorie Innen- und Außenpolitik von Christian Fischer mit dem Titel "Die Quote".

© APA/CHRISTIAN FISCHERGesamtsieger Objektiv 2015 und Siegerbild in der Kategorie Innen- und Außenpolitik von Christian Fischer mit dem Titel "Die Quote".



Wien – Ein Bild von Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist Österreichs „Pressefoto des Jahres“. Das Motiv zeigt die Ministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende, wie sie sich rund um eine Parteisitzung zur Frage der Frauenquote durch den Pressefotografenpulk kämpft. „Standard“-Fotograf Christian Fischer wurde für die Aufnahme Donnerstagabend mit dem „Objektiv 2015“ ausgezeichnet.

Heinisch-Hosek-Bild gewinnt Hauptpreis und Kategorie „Innen- und Außenpolitik“

Der von der APA - Austria Presse Agentur und Canon Österreich initiierte österreichische Preis für Pressefotografie wurde im Musiktheater der Wiener Sängerknaben in insgesamt sechs Kategorien vergeben. Zum zehnten Geburtstag des „Objektiv“ wurde darüber hinaus auch die Jubiläums-Kategorie Ikonen vergeben. Fischer gewann mit dem Heinisch-Hosek-Bild neben dem Hauptpreis auch die Kategorie Innen-und Außenpolitik. Für die Jury war das Foto die „perfekte Momentaufnahme“, die das brisante Thema Quotenregelung „entlarvend und dennoch charmant dokumentiert“.

In der Kategorie Chronik lieferte Daniel Schaler für die Gratiszeitung „Heute“ das beste Foto. Seine Aufnahme „Hausbesetzung?! Welche Hausbesetzung?“ dokumentiert die Auseinandersetzung um die Pizzeria Anarchia in der Wiener Leopoldstadt. Die Kategorie Wirtschaft ging für ein ebenfalls in „Heute“ publiziertes Foto von Hypo-Untersuchungskommissions-Leiterin Irmgard Griss an Helmut Graf.

Die Kategorie Kunst und Kultur gewann APA-Fotograf Georg Hochmuth für ein Bild von der Aufhängung eines Velazquez-Gemäldes im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Im Sport holte Reuters-Fotograf Heinz-Peter Bader mit einer ungewöhnlichen Aufnahme vom Vienna City Marathon den Titel für das beste Foto.

Jubiläumskategorie Ikonen

Die Kategorie Fotoserie konnte heuer Philipp Horak vom „profil“ mit einer berührenden Porträtserie über Kinder mit schweren Behinderungen für sich entscheiden. Auch die zum 10. „Objektiv“-Jubiläum vergebene Sonderkategorie Ikonen, in der Pressefotos aus den vergangenen 25 Jahren eingereicht werden konnten, ging an das Nachrichtenmagazin. „profil“-Fotograf Walter Wobrazek gewann mit einer Aufnahme des umstrittenen früheren Bundespräsidenten Kurt Waldheim.

„Objektiv“ zum zehnten Mal vergeben

Der mit insgesamt 24.000 Euro dotierte Wettbewerb um die besten Pressebilder des Jahres wurde heuer bereits zum zehnten Mal von der APA und Canon Österreich vergeben. 2015 gab es rund 500 Einreichungen von mehr als 150 Fotografen. Die eingereichten Aufnahmen mussten zwischen 1. April 2014 und 31. März 2015 in einem österreichischen Medium (Print, Online oder Agentur) veröffentlicht worden sein.

Die Siegerfotos wurden in einem anonymisierten Verfahren von einer Fachjury ausgewählt. Dafür konnten heuer Peter M. Bauer (Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt), Petra Bernhardt (Politikwissenschafterin und Bloggerin für Visuelle Kommunikation), Antonia Gössinger („Kleine Zeitung“), Dragana Heiermann („Kurier“), Hannah Hess (epa - european pressphoto agency), Patricio Hetfleisch („Tiroler Tageszeitung“), Jann Jenatsch (Keystone), Michael Lang (APA - Austria Presse Agentur), Erich Lessing (Lessing Archive), Klaus Lorbeer („Fotoobjektiv“), Thomas Ramstorfer (ORF), Peter Saak (Canon Österreich) und Frances Uckermann („Stern“) gewonnen werden.

Thema, Originalität und Motiv

Bewertet werden beim „Objektiv“ Thema, Originalität und Motiv - welche Geschichte erzählt das Foto - sowie die technische und gestalterische Qualität der Aufnahmen. Die Sieger der einzelnen Kategorien erhalten Warengutscheine von Canon im Wert von je 3000 Euro, an den Hauptpreisträger geht zusätzlich ein weiterer Warengutschein über 6000 Euro. (APA)




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