Letztes Update am Di, 20.08.2019 08:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Medien

Tagesschau-Moderator Constantin Schreiber gründet Toleranz-Stiftung

TV-Journalist Constantin Schreiber will Vorurteile gegenüber der Presse abbauen. Seine neue Stiftung engagiert sich in Sachsen im Bereich Medienerziehung und politische Bildung. Unter dem Motto „Triff mich“ können Schulen Journalisten einladen, die über ihre Arbeit berichten.

Der TV-Journalist Constantin Schreiber.

© Facebook/Constantin SchreiberDer TV-Journalist Constantin Schreiber.



Berlin – Um Vorurteile abzubauen und „Lügenpresse“-Theorien zu entkräften, hat TV-Journalist Constantin Schreiber die Deutsche Toleranzstiftung ins Leben gerufen. Sie engagiert sich in Sachsen im Bereich Medienerziehung und politische Bildung. Unter dem Motto „Triff mich“ können Schulen Journalisten einladen, die über ihre Arbeit berichten. Außerdem werden Schüler angeleitet, journalistische Beiträge zu produzieren.

Er habe das Gefühl, „dass Artikel, Kommentare und Beiträge häufig in Filterblasen der jeweiligen Klientel hängen bleiben und echte Diskussion immer schwieriger wird“, sagte Schreiber der Deutschen Presse-Agentur. Um dagegen anzugehen, brauche es „wieder mehr Begegnungen im realen Leben“. Das wolle er mit seiner Stiftung erreichen.

Dass das Verhältnis zwischen Bürgern, Journalisten und Politikern zum Teil belastet ist, hat Schreiber am eigenen Leib erfahren. Als er 2016 mit einem Kamerateam in Merseburg im südlichen Sachsen-Anhalt unterwegs gewesen sei, habe sie ein Mann unvermittelt angeschrien: „Lügenpresse, das ist schlimmer als in der DDR“. Aus einem Blumenladen habe eine Frau dann noch gerufen: „Recht hat er“. Der Zwischenfall habe ihn lange beschäftigt, sagt Schreiber. (dpa)