Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 15.08.2015


Musik

La Goassn jodeln sich in die Charts

Vorhang auf fürs nächste Projekt aus der Voxxclub-Schmiede. So gründlich abgestaubt wurde die volkstümliche Szene lange nicht.

© UniversalDialekt-Pop, Vamp-Maske und Blumenwiese – das passt!



Von Hubert Trenkwalder

München – „Schnall di an – i komm“, fordern die La Goassn in einem ihrer pressfrischen Songs vom Debütalbum, das nach der bunten Truppe selbst benannt ist. „I bin koa Pupperl, koa Haserl“, heißt es im Text und mit dem Selbstbewusstsein eines erfolgsverwöhnten Labels, großartigen Stimmen und einem Potpourri aus Ideen sind die Goassn am Start.

„Berauschend süß wie die Goaßmaß“ wollen sie sein. Letztere ist das namensgebende Lieblingsgetränk der drei feschen Damen, die sich aufmachen, R&B, Pop und moderne Volksmusik frei Schnauze zu ihrem eigenen Cocktail zu mixen. Die Sängerinnen blond-, rot- und braunhaarig, die Goaßmaß bestehend aus Bier, Cola und Kirschlikör, und zack – der Gruppenname La Goassn war geboren.

Dahinter verbergen sich das Produzententeam um Martin Simma und die Protagonistinnen Julia Hiemer (24), Steffi Smailes (26) und Judith Jandl (24). Julia und Steffi studierten in München und Judith in Wien. Alle drei Mädels haben sich über ihre Musicalausbildung kennen gelernt und schon früher zusammen gesungen und getanzt. Erinnert ein bisschen an die Geschichte von Voxxclub, und diese ist erfolgstechnisch nicht die schlechteste.

Es geht um Lebensfreude, Heimatgefühle, Fernweh und natürlich die Liebe in allen Facetten, mit Akkordeon und poppigen Klängen, aber auch einer soul-bluesigen Note im Gesang. Erste große TV-Shows sorgten schon für einen Start nach (Goaß)-Maß, ein Charterfolg ist vorprogrammiert.

Ein dreifach Hoch auf den jugendlichen und frischen Klang der alpinen Popmusik.