Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 10.06.2018


Volksmusik

„Ohne die Musi geht bei mir nix“

Das junge Liedermachertalent Chiara Krabichler aus Nassereith präsentiert am 16. Juni in ihrer Heimatgemeinde ihr erstes Album.

© Ilvy RodlerChiara Maria veröffentlicht dieser Tage ihr Debüt-Album "I hock am Sea".



Von Hubert Trenkwalder

Nassereith – Ob mit ihrer Gitarre, Ukulele, Harfe oder auf dem Klavier – für die Musikerin und Songwriterin Chiara Krabichler aus Nassereith ist das Leben sozusagen pure Musik. Und jetzt ist es so weit: Unter dem Künstlernamen Chiara Maria wird das talentierte Mädl am 16. Juni ihre erste Solo-CD „I hock am Sea“ mit eigenen Dialektpop-Liedern veröffentlichen.

Für die 18-Jährige begann ihr musikalischer Werdegang schon im Alter von acht Lenzen bei einem Auftritt mit der Hausmusik ihrer Eltern. Damals spielte sie erst seit einem Jahr Harfe. Und noch im selben Jahr komponierte sie ihr erstes eigenes Harfenstück.

Ab 2009 war sie dann ein fixer Bestandteil der Volksmusikgruppe, mit der sie unter dem Namen Die SaitenStimmen noch heute auftritt. Schon in dieser Besetzung konnte sie in den Jahren 2011 und 2013 Tonstudio-Luft schnuppern und somit erste Erfahrungen sammeln, als das Trio eine Volksmusik- und eine Weihnachts-CD aufnahm.

In den Jahren darauf entwickelte sich Chiara musikalisch immer weiter. 2013 reduzierte sie dann instrumententechnisch die Saitenanzahl mitunter auf sechs. Da begann sie nämlich mit dem Gitarrenspielen. Und die Ukulele musste natürlich auch gleich herhalten.

2016 folgte dann noch das Klavier. Und siehe da: Das Singen gehört eh schon von klein auf zu ihren größten Hobbys, doch erst im „Teenageralter“ entwickelte sie eine richtige Leidenschaft dafür. So entstand auch im Sommer 2016 ihr erster und gleichzeitig titelgebender Song „I hock am Sea“. Mit diesem Song hatte sie dann auch eine passende Musikrichtung für sich entdeckt – den Dialektpop.

Mittlerweile ist Chiara schon seit zwei Jahren solistisch mit Harfe, Gitarre und Gesang am Weg, wodurch sie auch ihre eigenen Lieder im „Mundart-Style“ präsentieren kann.

So entstand im Frühjahr 2017 die Idee ihrer ersten CD, da die eigenen Songs geradezu aus ihr raussprudelten. Doch zu diesem Zeitpunkt hätte noch niemand damit gerechnet, dass dies zu einem solch ambitionierten Projekt heranreifen würde. Im Tonstudio Martin in Bad Reichenhall wurden von Chiara, außer Bass und Schlagzeug, alle Instrumente (Gitarren, Ukulele, Klavier), selbst eingespielt. Also fast im Stile des großen Prince, nur eben in diesem Falle der „Princess“ aus dem Gurgltal.

Alle Texte, die Musik sowie das gesamte Arrangement der Lieder sind von Chiara Maria. „In dieser CD steckt aber nicht nur viel Arbeit, sondern auch viele Gefühle und Tränen“, beschreibt die junge Frau ihr Werk. Alles, was es eben braucht, um solche, teils ganz persönliche, Lieder zu schrei­ben. 13 Titel, darunter zwei Harfenstücke, sind auf der CD zu finden.

Und nun kann Chiara es natürlich kaum erwarten, ihr Album dem Publikum live zu präsentieren.

Am Samstag, den 16. Juni, geht die Premiere um 20.30 Uhr im Gemeindesaal Nassereith über die Bühne. Am Freitag, den 6. Juli, folgt dann im Res­taurant „Das Hüttegg“ in Weerberg der zweite Streich. Der Eintritt ist frei.