Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.09.2018


Musik

Jubiläumsfest wurde seinem Motto gerecht

© MK StanzachDie legendäre erste Ausrückung der MK Stanzach am 12. August 1987 erfolgte noch in Schwarz-Weiß. Trachten gab es noch keine.



Stanzach – „30 Jahre wieder vereint“ lautete das Motto am Samstag in Stanzach. Und das war wörtlich zu nehmen. Denn zum 30-Jahr-Jubiläum der Musikkapelle kamen auch viele ehemalige Mitglieder zusammen, um sich an die alten Zeiten zu erinnern.

Nachdem sich die MK Stanz­ach 1976 endgültig aufgelöst hatte, sprangen bei festlichen Anlässen die Kapellen der Nachbargemeinden ein. Der damalige Bürgermeister Alfred Schwarz erinnert sich: „Als 1984 Landeshauptmann Eduard Wallnöfer auf Wahlkampftour bei uns war, dankte ich der MK Vorderhornbach für ihr Kommen. Auf seine Frage, warum ich der Kapelle aus Vorderhornbach danke, antwortete ich: Ja weil wir selbst keine haben.“ Seine Reaktion fiel nüchtern aus: „Bürgermeister, da hast du jetzt eine Aufgabe.“

Günther Koch, Alt-BM Alfred Schwarz und Gründungsobmann Wolfgang Lechleitner war der Dank von Obmann Andi Bauer (v. l.) gewiss.
- Tschol

Schwarz nahm den Auftrag ernst und der Stein kam ins Rollen: Ab Februar 1985 wurde geprobt und am 12. August 1987 kam es zur legendären ersten Ausrückung – damals noch in weißem Hemd und schwarzer Hose – zum 95. Geburtstag des Dorfältesten Hartmann Lechleitner.

Beim Festakt am Wochenende wurden die Gründungsväter Alt-BM Alfred Schwarz, Gründungsobmann Wolfgang Lechleitner und der Kapellmeister der ersten Stunde, Günther Koch, geehrt. Auch jene Urgesteine, die seit der ersten Ausrückung dem Klangkörper die Treue halten, wurden vor den Vorhang gebeten. Dies sind: Johann Winkler, Richard Ginther, Gabi Ginther, Iris Prantner, Sonja Falger, Oktavio Außerhofer, Erwin Kathrein, Walter Außerhofer, Monika Lechleitner, Alexandra Haider und der aktuelle Obmann Andi Bauer. Allen bisherigen Obmännern, Kapellmeistern, Pfarrer Marin Schautzgy sowie Unterstützern war der offizielle Dank ebenfalls gewiss. Das Jubiläum musste im Vorjahr wegen eines Todesfalles kurzfristig abgesagt werden. „Aber jetzt ist es so weit. Jetzt feiern wir“, meinte Bauer und leitete zum gemütlichen Teil über. (fasi)