Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 28.02.2019


Bezirk Kufstein

Isabella Knottner: „Das war für mich ein Hammer“

Die Eröffnung der Ski-WM in Seefeld war Isabella Knottners Karrierehöhepunkt.

Isabella Knottner bei der Eröffnung der WM.

© Foto TT / Rudy De MoorIsabella Knottner bei der Eröffnung der WM.



Breitenbach – Ein Millionenpublikum erlebte die Eröffnung der Nordischen Ski-WM in Seefeld mit. Entweder live oder vor dem TV. Mit einer tollen Show stimmten sich Athleten, Funktionäre und Zuschauer auf spannende Wettkämpfe ein. Eine mittragende Rolle dabei hatte die Breitenbacher Saxophonistin Isabella Knottner. Sie spielte mit den Waldauf Sisters das Stück „Winter Impressions Nr. 1“ , der Improvisationsteil des Stückes von Mladen Delic stammt von ihr selbst. Delic war zugleich Musikdirektor für die Eröffnungsfeier.

Die Musik und die Liebe zum Saxophon wurden der Tirolerin tatsächlich in die Wiege gelegt, ihr Vater war ein ebenso begeisterter Saxophonspieler, „und schon als kleines Mädchen habe ich mir gedacht, das will ich auch einmal können“, erzählt sie. Als Kind kam Knottner an die Musikschule Wörgl, lernte hier Querflöte und Saxophon. Danach setzte sie ihr Studium beim bekannten Jazzer Peter Girstmair für Jazzmusik und Improvisation zehn weitere Jahre fort.

Die weiteren Stationen führten die Musikerin zu verschiedene Bands. „Aber ich wollte dann Solistin werden und habe begonnen, an meinem Programm zu arbeiten“, erzählt Knottner. Smoothjazz, Soul, Funk, Pop und Stücke berühmter Saxophonisten wie Kenny Dulfer gehören zu ihrem Programm. Seit 2010 ist Knottner bei verschiedensten Anlässen wie Vernissagen und Firmenfeiern zu hören.

Ihr Programm erarbeitet die Musikerin übrigens ohne Noten, „ich kann sie zwar lesen, aber mir ist das zu anstrengend“, gesteht sie ein. Fürs Improvisieren braucht es ohnedies keine Noten, „das kommt einfach aus mir heraus. Das liebe ich“, schildert Knottner. So war es auch bei „Winter Impressions“. Auch hier gestaltete sie die Improvisation. „Das war für mich ein Hammer. Mladen hat mir da freie Hand gelassen.“ Bereits ein Jahr vor der Eröffnung sei die Breitenbacherin gefragt worden, ob sie mitmache „und ich habe dann gleich zugesagt“. Bei der Eröffnung fühlte „sie sich auf der Bühne wohl“, erzählt sie noch immer beeindruckt vom Auftritt, „das war lässig. Es war ein echtes Erlebnis.“ Immerhin stand nach ihr Weltstar David Garrett auf derselben Bühne. (wo)




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