Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 13.05.2019


Bezirk Kitzbühel

Musikkapellen auf dem Prüfstand

Die ausgezeichneten Kapellmeister mit Landeskapellmeister Rudi Pascher (l.), Jurymitgliedern und Bezirksobmann Michael Werlberger (r.).

© WörgötterDie ausgezeichneten Kapellmeister mit Landeskapellmeister Rudi Pascher (l.), Jurymitgliedern und Bezirksobmann Michael Werlberger (r.).



Musikantinnen und Musikanten in verschiedensten Trachten bevölkerten am Samstag das Dorfzentrum der Pillerseer Gemeinde. Acht Kapellen des Musikbezirks St. Johann und die Bürgerkapelle Sterzing (Gastkapelle) hatten sich auf das diesjährige Bezirks-Konzert-Wertungsspiel vorbereitet und stellten sich in den jeweiligen Leistungsstufen der Jurybewertung.

Ein spannender Tag für die Kapellmeister, die Musizierenden und das interessierte Publikum im Kultur- und Sportzentrum. Auf mehrfachen Wunsch hatte der Blasmusikverband Tirol eine externe Jury verpflichtet — in diesem Fall waren es mit Geor­g Horrer, Philipp Kufner und Gerhard Lampert drei renommierte Dirigenten aus Südtirol, Deutschland und Liechtenstein.

Erste Preise und Goldmedaillen erreichten die Musikkapellen St. Jakob in Haus (Stufe A/87,67 Punkte), Oberndorf mit Auszeichnung (Stufe B/92,00 Punkte), Hochfilzen (Stufe B/89,33 Punkte), Waidring (Stufe B/86,67 Punkte), Fieberbrunn mit Auszeichnung (Stufe C/93,33 Punkte), St. Ulrich am Pillersee (Stufe D/89,57 Punkte).

Großen Jubel gab es bei der Vergabe der Registerpreise (250 Euro). Die Zusatzpreise erhielten die klangschönsten und homogen musizierenden Register: Posaunen-Register BMK St. Jakob i. H. (Stufe A), Flöten-Register BMK Oberndorf (Stufe B), Flügelhorn-Register BMK Kirchdorf (Stufe C), Klarinetten-Register BMK St. Ulrich a. P. (Stufe D).

Das Fazit des Juryvorsitzenden Georg Horrer: „Wir waren von den guten musikalischen Leistungen positiv überrascht. Wertungsspiele sind immer eine Bestandsaufnahme und eine Möglichkeit der Optimierung. Die Vorbereitungen dafür sind für die Teilnehmer eine intensive Zeit des Lernens und der Weiterentwicklung." Interessant seien für die Fachjury auch die unterschiedlichen Spielweisen gewesen. Horrer: „Jeder Bezirk hat seine eigene musikalische Sprache."

Am Ende dankte Landeskapellmeister Rudi Pascher allen teilnehmenden Kapellen und gratulierte dem Bezirksverband unter der Leitung von Bezirksobmann Michael Werlberger. (rw)