Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 25.06.2019


Bezirk Imst

Genialer Pixner im Stadtpark

Herbert Pixner ist ein musikalisches Universaltalent und beherrscht neben der diatonischen Harmonika auch das Saxophon sowie eine Reihe weiterer Instrumente.

© HairerHerbert Pixner ist ein musikalisches Universaltalent und beherrscht neben der diatonischen Harmonika auch das Saxophon sowie eine Reihe weiterer Instrumente.



Auf Einladung des Art Club Imst kam das Herbert Pixner Projekt wieder auf die Bühne im Imster Stadtpark. Dort war Herbert Pixner zuletzt 2016 zu Gast. Auch heuer versetzten Herbert Pixne­r (diatonische Harmonika, Klarinette, Flügelhorn, Saxophon, Trompete, Percussion, Moderation), Heid­i Pixner (Volksharfe), Werner Unterlercher (Kontrabass) und Manue­l Randi (Manouche-­Gitarre, Flamenco-Gitarre, E-Gitarre) das rund zweihundertköpfige Publikum im Stadtpark in Begeisterung. Und wie 2016 war auch diesmal das Wetterglück auf Seite der Imster.

Pixner selbst überzeugte durch den flotten und gekonnten Wechsel zwischen seinen Instrumenten; die Gruppe durch ihr famoses Zusammenspiel. Die Band gab ein Arrangement aus beliebten Klassikern und brandneuen Stücken aus dem aktuellen Album „Lost Elysion" zum Besten. Das musikalische Spektrum reichte von heißen Tangorhythmen über Bluesmelodien bis hin zu einer außergewöhnlichen Fusion: Aus dem bayrischen Volkstanz „Unsere alte Kath" und Michael Jacksons „Dirty Diana" wurde „Dirty Kathy".

„Lost Elysion" beschreibt die musikalische Suche nach dem verlorenen Paradies, die Sehnsucht nach einer friedvollen Welt. Das Elysium ist die Insel der Seligen in der griechischen Mythologie, ein mystischer Ort mit glühenden Bergen. Die Archaik der schroffen Gebirgskare verbildlicht Pixner als ein „alpines Melodrama abseits der Klischees von blondgezopften Sennerinnen" in Form des Stückes „Alps". (liha)