Letztes Update am So, 23.06.2019 20:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Donauinselfest

36. Donauinselfest „in Summe sehr gut gelaufen“

SPÖ-Parteimanagerin Barbara Novak zeigt sich sehr zufrieden mit dem heurigen Event. Das neu geschaffene Ebner-Eschenbach-Areal soll fixer bestandteil werden. Ein großes Thema war in diesem Jahr das Wetter.

Das 36. Donauinselfest geht am Sonntag zu Ende.

© APADas 36. Donauinselfest geht am Sonntag zu Ende.



Wien – Das 36. Wiener Donauinselfest neigt sich dem Ende zu. Denn am heutigen Sonntag geht das dreitägige, von der Wiener SPÖ organisierte Open-Air-Spektakel ins Finale. Ein Anlass für Parteimanagerin Barbara Novak, Bilanz zu ziehen: „In Summe ist es sehr gut gelaufen“, sagte sie der APA. Das neue Ebner-Eschenbach-Areal speziell für Frauen sei gut angekommen und soll daher ein fixer Bestandteil werden.

Anlass für die Schaffung des Ebner-Eschenbach-Areals war, dass es wegen der Praterinsel, die sich zuvor in diesem Bereich befunden hatte, immer wieder zu Diskussionen mit den Behörden gekommen sei, erzählte die Landesparteisekretärin. „Wenn es Konflikte auf der Insel gegeben hat, dann in diesem Bereich.“ Aus diesem Grund habe man sich entschieden, dort etwas Neues zu machen. In dem neuen Ebner-Eschenbach-Areal dreht sich alles um Frauen und Emanzipation, auf der Bühne treten ausschließlich weibliche Künstlerinnen auf.

Das diesjährige Donauinselfest ist das erste, das komplett unter Novaks Führung organisiert wurde. Mit dem Output ist sie sehr zufrieden. „Dadurch, dass das Wetter gehalten hat, hatten wir Freitag und Samstag sensationelle Besucherzahlen.“ Eines ihrer Highlights war das Konzert von Austropop-Legende Wolfgang Ambros am gestrigen Samstag auf der Festbühne, zu dem rund 100.000 Zuhörer gekommen sind. Ihrer Ansicht nach war dies eines der legendärsten Konzerte des Donauinselfests: „Es wird Kult-Charakter-Status haben. Was sich da abgespielt hat, war unglaublich.“

Eine Idee für eine Nachjustierung hätte Novak doch: Nach dem Massenansturm auf das Yung-Hurn-Konzert auf der FM4-Bühne, wo zeitweise der Zustrom zur Bühne gestoppt werden musste, könnte überlegt werden, „ob man noch flexibler sein kann in der Programmgestaltung, wenn schon alles steht und man Bühnen wechselt“. Aber das sei wohl recht schwierig, betonte sie: „Über solche Dinge muss man lange logistisch tüfteln und mit den Sicherheitsleuten reden.“

Gesprächsthema Wetter

Ein großes Thema an diesem Wochenende war auch das Wetter. Bisher hat sich dies bis auf ein paar kurze Schauer auch am heutigen Sonntag gut gehalten – entgegen der eigentlichen Prognosen: „Wir haben immer gehört: Es wird regnen, regnen, regnen. Es hat Gott sei Dank durchgehalten. Selbst heute Abend werden wir vom Regen verschont bleiben und die Hauptacts können gut über die Bühne gehen“, ist sie zuversichtlich.

Denn der Regen lässt nicht nur die Besucher zu Hause bleiben, sondern stellt auch in anderer Hinsicht ein Problem für die Veranstalter dar: „Regen auf der Insel ist für uns ein echter Kostentreiber.“ Konkret heißt das: „Wenn es regnet und der Boden und die Wiese wird kaputt werden, muss man alles wieder herstellen. Das kann in die mehrere Hunderttausend Euro gehen.“

Das Budget für das Donauinselfest beträgt vier Millionen Euro. Davon steuert die Stadt rund 1,5 Mio. Euro an Förderung bei, wobei die Gelder an den Verein Wiener Kulturservice gehen, der unterschiedliche Events fördert, wie in der SPÖ betont wird. Rund 2,65 Mio. Euro kommen aus dem Sponsoring und den Standmieten. „Im Moment laufen wir auf Nullbudget, es geht sich gerade aus. Wenn der Flurschaden (der kaputte Boden, Anm.) zu groß wird, wird man eh wieder ziemlich draufzahlen.“

Auch im kommenden Jahr wird das wieder ein Donauinselfest geben. Traditionell findet es am letzten Wochenende vor dem Ferienstart in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland statt. Mit den Vorbereitungen wird erst nach dem Abschluss des laufenden Festes begonnen. „Nächste Woche wird abgebaut, dann geht die komplette Mannschaft im Juli auf Urlaub.“ Das erste Mal werde sich das Organisationsteam voraussichtlich nach der Nationalratswahl im Oktober treffen, um die Schwerpunkte festzulegen, verriet Novak.

Schwerpunkt „Austropop“

Mit dem heurigen Schwerpunkt „Austropop“ – 80 Prozent der auftretenden Künstler kamen aus heimischen Gefilden – war die Parteimanagerin an und für sich zufrieden. Wobei natürlich der „eine oder andere internationale gute Act auch etwas Schönes“ sei. „Vielleicht werden wir den Austropop-Schwerpunkt beibehalten, aber einen großen internationalen Act holen. Schauen wir mal“, übte sie sich im Gedankenspiel. Auch für weitere Novitäten auf dem Festareal ist sie offen: „Wir haben schon noch ein Fleckchen gefunden, wo wir uns überlegt haben: Das ist eigentlich ein schöner Platz, da könnten wir uns noch was Neues einfallen lassen.“ Mehr wollte sie aber nicht verraten. (APA)