Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.05.2016


Freizeit

St. Johanner setzten auch auf das Weitwandern

Nach der erfolgreichen Einführung des KAT-Walk-Weitwanderweges durch den Bezirk wird das Angebot der Kitzbüheler Alpen ausgebaut.

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© Franz Gerdl



St. Johann i. T. – Wandern war gestern – jetzt wird weitgewandert. Es ist ein klarer Trend, der sich in dem Bereich abzeichnet. So genannte Weitwanderwege sind bei den Gästen äußerst beliebt. Schon vor zwei Jahren wurde deshalb der KAT-Walk von Hopfgarten bis Fieberbrunn ins Leben gerufen, mit enormem Erfolg für die Kitzbüheler Alpen Tourismusverbände.

In drei bis fünf Tagen bewältigen die Gäste dabei die einzelnen Etappen, das Gepäck wird geliefert, geschlafen wird in Hotels. Vor Kurzem wurde der KAT-Walk-Kompakt präsentiert, eine kürzere Variante, und nun legt der TVB Kitzbüheler Alpen St. Johann nach.

„Koasa Trail“ nennt sich Tirols jüngster Weitwanderweg. Auf ihm hat man den Wilden Kaiser auf fünf Etappen in St. Johann nicht nur ständig im Blick, sondern kann diesen auch erklimmen. Auf neuen Wegen gelangt man jetzt in der Region nicht nur nach oben – es geht auch innovativ abwärts: Dafür sorgt am St. Johanner Hausberg das neue Mountain Cart.

Schon am zweiten Tag ist es so weit: Durch das Kaiserbachtal führt der Weg hinein ins Reich des Wilden Kaisers. Vorbei am Tavonarokreuz am Stripsenjoch. Der 2190 Meter hohe Berg zählt zu den berühmtesten Kletterbergen der nördlichen Kalkalpen.

„Der Koasa Trail“, sagt einer seiner Väter, der Geschäftsführer des St. Johanner Tourismusverbandes Gernot Riedel, „ist ein genussreicher Weitwanderweg und beinhaltet auch einige meiner Lieblingstouren durch eine der schönsten Landschaften Tirols.“ 80 Kilometer und 5600 Höhenmeter sind an den fünf Tagen zu bewältigen. „Täglich erwartet den Wanderer ein landschaftlicher Höhepunkt“, stellt Riedel die Charakteristik dieses neuen Weitwanderwegs heraus, der im Paket mit fünf Übernachtungen und mit Gepäcktransport gebucht werden kann. (aha, TT)