Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.08.2016


Osttirol

Fliegen wie Ikarus, aber mit moderner Ausrüstung

„Hike & Fly“ ist eine neue Trendsportart, die Daniel Kofler bekannt machen will. Dabei rührt er auch die Werbetrommel für Osttirol.

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© David Lugmayr



Von Catharina Oblasser

Nußdorf-Debant – Eine Bergtour für sich ist schon ein schönes Erlebnis. Verbindet man sie aber mit einem Gleitschirmflug, ist es paradiesisch – zumindest für Daniel Kofler, der den neuen Trend des ­„Hike & Fly“ für sich entdeckt hat und bekannt machen will. Dafür drehte Kofler, der Pilot bei einem Gleitschirmhersteller ist und in Osttirol eine Tandemflug-Firma betreibt, mit seinem Team einen Film in den Dolomiten. Der Streifen begleitet ihn beim Aufstieg von der Dolomitenhütte bis zum Startplatz beim Roten Turm. Statt wie beim Bergsteigen üblich den Rückweg anzutreten, schnallt Kofler den Schirm an und schwebt zu Tal.

„Früher ging es beim Para­gleiten darum, möglichst weite Strecken zurückzulegen“, meint der Nußdorf-Debanter. „Bei ‚Hike & Fly‘ stehen das Berg- und Flugerlebnis im Vordergrund.“ Und knieschonender sei diese Art des Zu-Tal-Kommens außerdem, scherzt der 41-Jährige. Mit seinem Film will er auch die Naturschönheiten der Dolomiten in Szene setzen. Wobei es in ganz Osttirol viele geeignete Plätze für diesen Trendsport gebe. Außer im Nationalpark, dort ist Starten oder Landen verboten.

„Schon zu Zeiten von Ikarus träumte der Mensch vom Fliegen. Es dauerte bis heute, sich diesen Traum so leicht zu erfüllen“, meint Kofler. Denn seit Kurzem gibt es Gleitschirme, die nur fünf Kilo wiegen und leicht im Wanderrucksack Platz haben.