Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 22.06.2018


Bezirk Imst

Wegeröffnung in Etappen

Morgen eröffnet der Starkenberger Panoramaweg offiziell. Fertig ist er noch nicht.

© ReichleVon der Fernpasshöhe führt der Starkenberger Panoramaweg bis nach Schloss Landeck. 52 Kilometer ist er lang.



Von Matthias Reichle

Imst – Es sei wie mit einem neuen Hotel, da sind oft noch die Arbeiten im Gange, während an der Rezeption bereits die ersten Gäste eintreffen – für Imst-Tourismus-Geschäftsführer Thomas Köhle trifft dieses Bild auch auf den Starkenberger Panoramaweg zu. Morgen wird der neue Weitwanderweg, der von der Fernpasshöhe nach Schloss Landeck führt, offiziell eingeweiht. Fertig ist er noch nicht.

Zur Eröffnung ist ein Wandertag von Obtarrenz nach Hoch-Imst geplant. Auf diesem Teilstück werde man die Arbeiten zwar komplett abschließen können, bestätigt Köhle. Davor und dahinter bedarf es noch einiger Anstrengungen. Auf den beiden Etappen, die über die Salvesenklamm zum Schloss Starkenberg und von dort zur Talstation der Bergbahnen Hoch-Imst führen, sei die Infrastruktur am Samstag jedoch vollständig.

Einige Meilensteine und Rastplätze wurden bereits aufgestellt.
- Reichle

Trotzdem kann der Weg bereits jetzt zur Gänze begangen werden. Insgesamt 52 Kilometer ist er lang und verbindet nicht nur zwei Tourismusverbände, sondern auch zahlreiche Naturschönheiten und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Da die Beschilderung vielfach noch fehlt, werde man die Strecke mit Panoramaweg-Pickerln, die auf bestehenden Wegweisern angebracht werden, und anderen Hilfsmitteln kenntlich machen. Ansonsten kann man auch via Online-Kartenmaterial navigieren. Wie bei den Meilensteinen, die noch nicht alle da sind, gab es in der Produktion Verzögerungen. Die Tafeln wurden erst diese Woche ausgeliefert.

Die fehlende Beschilderung, Infotafeln, Rastplätze und die Meilensteine – jene Wegmarken, die, mit dem Wappen der Starkenberger versehen, den Wanderern an markanten Punkten begegnen – werden dann in den kommenden Wochen ergänzt, verspricht der TVB-Geschäftsführer. Ganz abgeschlossen werden die Arbeiten am Weg ohnehin nie sein. Er plant laufende Verbesserungen.

Im Rückstand ist man auch bei einem kleinen Teilabschnitt zwischen dem Imsterberger Weiler Hinterspadegg und Obsaurs. Der schmale, steile Steig ist derzeit zwar begehbar, aber auch sehr verwachsen. Hier will man die Strecke nicht nur ausmähen, sondern auch verbessern, betont Köhle. Er hofft, bis zu Beginn der großen Ferien damit fertig zu sein. „Lieber 80 Prozent gleich, als 100 Prozent später“, so das Motto für die Wegeröffnung. Das Datum sei mutig gewählt gewesen, man sei eben nicht ganz fertig geworden. Köhle erwartet trotzdem, dass am Eröffnungswochenende zahlreiche Wanderer unterwegs sein werden.

Zwischen Obtarrenz und Hoch-Imst kann man unterdessen bereits einen guten Eindruck vom Weg bekommen: Meilensteine, bequeme Bankerln und gut platzierte Rastplätze. Es wurden auch mehrere Unterstände errichtet, die Wanderer künftig vor Regen schützen sollen. Die acht Arbeiter des TVB-Bauhofs arbeiten derzeit intensiv am Projekt.

Das trifft auch auf den benachbarten Tourismusverband TirolWest zu. Auch dort rechnet man, dass nächste Woche noch Restarbeiten zu erledigen sind, so TVB-Geschäftsführerin Simone Zangerl. Die Bänke wurden bereits aufgestellt.

Einige Meilensteine und Rastplätze wurden bereits aufgestellt.
- Reichle