Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.08.2018


Tirol

Tiroler Seen unter der Lupe

© iStockphotoImmer schön locker bleiben. So lautet die klare Kaufempfehlung in Sachen Männerunterwäsche. Denn Männer, die häufig Boxershorts tragen, haben nicht nur 17 Prozent mehr Spermien als Geschlechtsgenossen in knappen Slips. Bei ihnen ist auch der Anteil der schwimmenden Spermien höher. Das haben Forscher aus Boston (USA) herausgefunden, die 650 Männer mit unerfülltem Kinderwunsch untersucht haben.Foto: iStock



40 natürliche und künstliche Seen in Tirol, Südtirol und dem Trentino stehen momentan auf dem Prüfstand. Innsbrucker Ökologen untersuchen mit italienischen Kollegen erstmals, welchen Einfluss alpine Seen auf die Erderwärmung haben könnten. Dazu messen sie den Methangasausstoß. „Welche Mengen dieses Treibhausgases alpine Seen freisetzen, ist bisher unbekannt", meinte Georg Wohlfahrt von der Uni Innsbruck. „Da sich die Alpen durch den Klimawandel bereits deutlich erwärmt haben, sind auch unsere Seen und deren Methanausstoß ein brennendes Thema", so der Forscher. Die Klimaforschung geht davon aus, dass Methan den Treibhauseffekt bis zu 28-mal stärker anheizt als Kohlendioxid. In Süßwasserseen entsteht Methan, wenn organisches Material unter Luftabschluss auf dem Grund verrottet. Es reichert sich in Bläschen am Grund an, steigt an die Oberfläche und gelangt in die Atmosphäre. „Wenn ein nährstoffreicher See wärmer wird, setzt er auch mehr Methan frei", erklärte Wohlfahrt. Der erwärmende Effekt könnte sich dadurch noch weiter hochschaukeln. Bei einer Vorstudie des Innsbrucker Teams seien bereits erhöhte Konzentrationen des Treibhausgases in allen bis auf einen See nachgewiesen worden. Im Mittel war die Methankonzentration in diesen Gewässern um das 400-Fache — bezogen auf die mittlere atmosphärische Konzentration — erhöht. Die wichtigsten Einflussfaktoren seien dabei die Wassertiefe und die Wassertemperatur gewesen. (APA)




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