Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.11.2018


Osttirol

Siegerfoto „Momente vor der Begegnung“

Der Alpenverein Matrei hatte zu seinem 140-jährigen Bestehen einen Fotowettbewerb ausgeschrieben.

© Stephan TroyerDas Siegerbild „Momente vor der Begegnung“ entstand auf der Weißspitze in Prägraten.Foto: Stephan Troyer



Matrei i. O. – Heuer feierte der Alpenverein Matrei in Osttirol 140 Jahre seines Bestehens und zugleich 30 Jahre des Veranstaltungszentrums Kesslerstadl. „Hauptziel des Alpenvereines war und ist es, seine Mitglieder ins Freie, in die Berge zu bringen“, erklärt Obfrau Anna Brugger. Der Kesslerstadl hingegen wurde als „Ort der Begegnung“ begründet.

Unter dem Motto „Begegnungen am Berg“ haben die Matreier Bergbegeisterten im heurigen Sommer zur Teilnahme an einem Fotowettbewerb eingeladen. 134 Aufnahmen sind eingereicht worden. „Die Bilder zeigten etwa Begegnungen mit Landschaften, Landschaftsformen, Wetter­phänomenen, Tieren oder Pflanzen“, berichtet Brugger. „Obwohl dies kein Kriterium war, wurden die meisten Fotos in der Osttiroler Bergwelt aufgenommen.“

Der Alpenverein Matre­i wählte gemeinsam mit der Raika Matrei und einem Fotografe­n aus allen Einsendunge­n die drei Sieger­bilder aus. Diese sind noch für eine Woche im Eingangsbereich der Raiffeisenbank Matrei in Osttirol ausgestellt.

Herbert Unger erreichte mit seinem Foto „Im Gletschertor, Umbalkees“ den zweiten Platz. Drittplatzierter wurde Walter Berger mit seinem Foto „Steinadler“.

Das Siegerbild „Momente vor der Begegnung“ stammt von Stephan Troyer und wurde auf der Weißspitze in Prägrate­n mit Blick Richtun­g Großglockner aufgenommen. Troyer beschreibt sein Foto so: „Nur allzu oft steht die Begegnun­g selbst im Vordergrun­d, wie es zu ihr kam, im Hintergrund. Dieses Foto hingegen hält die Minuten vor der Begegnung von Sonne, Horizont und Morgenrot fest. In dieser Zeit senkt sich normalerweise im Rücke­n des auf die Sonne wartenden Beobachters langsam ein rotes Band aus Morgenrot, das die bevorstehende Begegnung ankündigt. Um dieses Phänomen dokumentieren zu können, wurde der unübliche Weg gewählt, 57 Aufnahmen zu einem 360°-Panoram­a zusammenzufügen, um dieses stereographisch projiziert in ein einziges Foto zu bringen.“ Als Preis erhält Stephan Troye­r eine geführte Tour über den Stüdlgrat auf den Großglockner. (TT)