Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 20.12.2018


Innsbruck

Bergsilvester lässt‘s in Innsbruck noch einmal krachen

Drei Tage feiert man in Innsbruck den bevorstehenden Jahreswechsel. Die Veranstalter tun dies auf einem neuen Platz und mit neuen Elementen und einem Feuerwerk. Was die Zukunft bringt, steht noch in den Sternen.

Das traditionelle Feuerwerk auf der Seegrube. Jenes in der Stadt steigt heuer vom Congress-Gebäude.

© Innsbruck Tourismus/Fabian DraxlDas traditionelle Feuerwerk auf der Seegrube. Jenes in der Stadt steigt heuer vom Congress-Gebäude.



Von Marco Witting

Innsbruck – Jahreswechsel. Zeit für Rück- und Vorschauen. Zeit für Traditionen. Zeit, es noch einmal krachen zu lassen. Wer weiß schon, was im nächsten Jahr so kommt. Was für viele Tiroler gilt, könnte man auch auf den Innsbrucker Bergsilvester übertragen. Die erfolgreiche Veranstaltung zum Jahreswechsel macht heuer so etwas wie einen Zwischenschritt.

Neuer Platz – am Haus der Musik; neue Elemente – die Übertragung von „Frida Kahlo – Nueva Pasión“ aus dem Landestheater; altbekannt – ein Feuerwerk in der Stadt, allerdings abgeschossen vom Dach des Congress: Das sind die Eckpunkte des Bergsilvesters 18/19. Nach den intensiven Diskussionen der vergangenen Monate auch so etwas wie ein „Probelauf“ für die kommenden Jahre, wie Vize-BM Franz Gruber (VP) bei der Präsentation des Programms gestern erklärte.

Gestritten wurde bekanntlich immer um das Feuerwerk. Heuer zahlt es (25.000 Euro) der Innsbruck Tourismus. Die Gespräche, wie der Bergsilvester in Zukunft ausgestaltet werde, seien „ergebnisoffen“, sagte Gruber. „Qualität und Angebot“ stimmen für heuer und seien so groß wie eigentlich nie zuvor. Das hörte Bernhard Vettorazzi vom Stadtmarketing natürlich gerne. Er verwies darauf, dass man am Platz vor dem Haus der Musik eben auch „mehr Platz“ und beste Sicht auf die Seegrube habe. Das Feuerwerk dort sei ohnehin nie zur Disposition gestanden. Für Vettorazzi ist der Jahreswechsel in der Landeshauptstadt aber nicht nur als eintägige Veranstaltung zu sehen. „Wir sprechen intern immer vom Silvester hoch 3. Weil es ja schon das Zwergerlsilvester am 30. Dezember gibt und am Neujahrstag das Konzert aus Wien am Platz vor dem Haus der Musik auch wieder übertragen wird.“

Vettorazzi appelliert schon jetzt an die Besucher, ihr Auto an diesem Tag stehen zu lassen und mit den Öffis anzureisen. Das Herzog-Otto-Ufer ist dieses Mal keine Partyzone. Allerdings wird überlegt, ob die Straße für die Besucher und Schaulustigen nicht trotzdem gesperrt wird. „Wir sind hier in enger Abstimmung mit der Polizei und werden die Besucherströme genau beobachten. Aktuell ist geplant, dass die Straße gesperrt wird.“

?Programmablauf

Zwergerlsilvester: Von 14 bis 17.30 Uhr feiern die Kinder am Sonntag, den 30. Dezember, in der Altstadt und dann am Platz vor dem Haus der Musik. Das Motto vor dem Goldenen Dachl ist "natürlich!spielen" mit vielen Stationen. Ab 17.30 Uhr gibt es beim Haus der Musik auch ein Feuerwerk.

Silvesterlauf: Über 1000 Läufer werden auch heuer wieder sportlich in den Jahreswechsel starten. Der Silvesterlauf startet dieses Mal beim Landestheater. Startschuss für die Kinder ist um 16.15 Uhr, für Erwachsene um 17 Uhr. Infos unter innsbrucklaeuft.com.

Silvesterparty: DJs, Live-Bands, Brass-Musik: All das wird in der Altstadt und vor dem Haus der Musik geboten. Los geht es schon um 11.30 Uhr mit dem Silvesterfrühschoppen vor dem Goldenen Dachl. Dort gibt es auch ab 21 Uhr Partysound. Nach der Übertragung von "Frida Kahlo" gibt es auch ein paar Meter weiter beim Landestheater eine Party samt Live-Band. Nach dem Jahreswechsel wartet dann im Congress das Silvester-Clubbing.

Neujahrskonzert: Mit der Übertragung des Neujahrskonzerts der Philharmoniker aus Wien am Vorplatz des Hauses der Musik endet der Festreigen.