Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 26.06.2019


Bezirk Imst

Am Rad von Prag nach Imst

Prag – Imst nonstop am Radl: Stefan Huter, Dietmar Jammer und Josef Vögel­e (v. l.) haben sich das Begrüßungsbier verdient.

© DornPrag – Imst nonstop am Radl: Stefan Huter, Dietmar Jammer und Josef Vögel­e (v. l.) haben sich das Begrüßungsbier verdient.



Es ist schon ihr zweites gemeinsames Projekt, das die drei Männer aus dem Bezirk Imst mit Bravour bewältigt haben: Letztes Jahr ging ihre Rennradtour (wenn man solch einen Konditionshärtetest überhaupt noch so nennen kann) nonstop von Imst nach Wien. Heuer legten sie zumindest höhentechnisch gesehen die Latte noch höher und bewältigten die Strecke Prag — Imst innerhalb von 27 Stunden. Mit nur einer längeren Pause, die sie für das Abendessen nutzten, traten die drei Autobahnpolizisten Stefan Huter, Thomas Wachter und Dietmar Jammer mit Josef Vögele von der KPH Edith Stein von der tschechischen Hauptstadt aus in die Pedale. Ohne Begleitfahrzeug, ohne Schlaf und — trotz gegenteiliger Wetterprognos­e — ohne einen Tropfen Regen abzubekommen, bewältigten sie die 519 Kilometer lang­e Strecke mit ihren 4900 Höhenmetern in lediglich 27 Stunden.

Nach Prag waren sie einen Tag vor dem längsten Tag des Jahres, am 20. Juni, im VW-Bus mit zwei Begleitern gelangt und übernachteten dort im Hotel. Am Tag darauf starteten sie um 9.30 Uhr Richtung Tirol und gelangten von Pilsen über Bad Kötzting, Straubing und München nach Bad Tölz. Über Mittenwald erreichten sie tags drauf wieder Tirol, wo sie am Sparkassenplatz Imst gegen Mittag erschöpft, aber glücklich von ihren Familien und Freunden empfangen wurden. Wohin die Reise mit dem Rennrad nächstes Jahr gehen wird, steht indes noch nicht fest.




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