Letztes Update am Fr, 12.07.2019 15:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schlechtwetterprogramm

Wolken, Wind und Regen: Diese Sachen gibt‘s in Tirol trotzdem zu erleben

Kalte Regentage sind in Tirol auch im Sommer keine Seltenheit, doch schlechtes Wetter muss nicht gleich schlechte Laune bedeuten. Wir haben uns auf die Suche nach Unternehmungen gemacht, die dem schlechten Wetter im Sommer trotzen – und sind fündig geworden.

Es gibt viele Möglichkeiten, Schlechtwettertage mit interessantem Freizeitprogramm zu füllen.

© PixabayEs gibt viele Möglichkeiten, Schlechtwettertage mit interessantem Freizeitprogramm zu füllen.



Innsbruck – Der Wind peitscht, Regen fällt in Strömen, Wolken verdecken den Himmel und wer es wagt, das Haus zu verlassen, muss beinahe die Jacke aus dem Schrank holen. Eigentlich keine ansprechenden Konditionen, um etwas zu unternehmen, oder? Falsch! Denn Tirol hat unglaublich viel zu bieten, das Tage wie diese mit schönen Erinnerungen füllen kann. Hiermit Vorhang auf für das Schlechtwetterprogramm des Sommers 2019.

In Hallenbädern entspannen

Wem der Regen nicht genug ist, kann sich alleine oder mit der ganzen Familie in einem der vielen Schwimmbäder austoben. Vor allem für den Rutsch-Spaß ist gesorgt: Abenteuerliche Wege, ins Wasser zu gelangen gibt es beispielsweise in den Bädern und Thermen von Leutasch und Reutte über Kitzbühel und dem Arlberg bis hin nach Sölden und Innsbruck. Und wenn dann das Erlebnisherz nach Entspannung ruft, kann man diesem Wunsch ganz einfach in einem der zahlreichen Sauna- und Wellnessbereiche nachgehen. Wohlbefinden für Körper und Seele sind hier vorprogrammiert.

Eintauchen in die Shoppingwelt

Wasser ist zwar schön und gut, doch können einem auch die liebsten Freuden manchmal zu viel werden. In diesem Fall bietet sich ein bekannter Zeitvertreib im Trockenen sehr an: Das Einkaufen. Neben all den Geschäften in den Straßen Tirols gibt es auch ein breites Angebot an Einkaufshäusern. Dort kann man seine vom Urlaubsgeld beschwerte Geldtasche leeren – oder zumindest etwas erleichtern.

Kulturtempel Museum als Zeitvertreib

Besuche der vor Kultur und Kunst nur so strotzenden Gebäude werden oft fälschlicherweise mit Langeweile und vielem Herumstehen assoziiert. Auch, wenn das Argument mit dem Herumstehen manchmal zutreffen mag, so ist zumindest der Langeweile Einiges zu entgegenhalten. Es kann zum Beispiel im „Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum“ das eigene Allgemeinwissen erweitert werden. Gemälde bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka und Egon Schiele sind dort ausgestellt. Auch wertvolle Fundstücke, die bis zur Steinzeit zurückreichen, sind dort zu bewundern. Behandelt werden in Museen aber nicht nur rein geschichtliche Themen, auch die Gegenwart findet dort ihren Platz. Im Tiroler Volkskunstmuseum findet noch bis 10. November die Austellung mit dem Titel „Auf der Kippe - Eine Konfliktgeschichte des Tabaks“ statt. Wie der Name erahnen lässt, beschäftigt sie sich mit dem zurzeit heiß diskutierten Thema Rauchen, dessen Verbot und Rolle als kulturelles Genussmittel.

Andere klassische Besuchsorte dieser Art sind beispielsweise das Museum „Goldenes Dachl“ in Innsbruck, das „Museum der Völker“ in Schwaz und das Museum „Schloss Bruck“ über der Stadt Lienz. Noch immer nicht überzeugt? Dann ist es wohl besser, einfach bei den Indoor-Spielplätzen weiterzulesen. Es soll aber gesagt sein, dass der englische Philosoph Francis Bacon schon etwas ausdrücken wollte, als er den berühmten Satz „Wissen ist Macht“ von sich gab.

In Tirol gibt es zahlreiche Museen, die an bewölkten Tagen besucht werden können. Eines davon ist das "Ferdinandeum".
In Tirol gibt es zahlreiche Museen, die an bewölkten Tagen besucht werden können. Eines davon ist das "Ferdinandeum".
- Foto TT / Rudy De Moor

Unterhaltung bis zum Gehtnichtmehr für die Kleinsten ...

Müsste man das Paradies für Kinder beschreiben, so wären Wörter wie Bällebad, Kletterlabyrinth, Röhrenrutsche, Riesen-Trampolin und Softball-Shooter sicher ein guter Ansatz. Man kann es aber auch einfach mit dem Namen Indoorspielplatz betiteln – und das findet man sogar in Tirol. Genau genommen sind es drei an der Zahl, die sich in Kirchdorf (Murmi‘s Kinderland), Vomp (Happyhop) und Völs (Kinderland „Joy“) befinden ukand ein perfektes Entertainment an Schlechtwetter-Tagen bieten. Das beste daran ist, dass sie den Eltern eine Verschnaufpause verschaffen, da man die Kinder – zumindest für einen Moment – sich selbst überlassen kann.

... und die etwas Größeren

Wenn man nun schon alle anderen Vorschläge durchprobiert oder einfach Lust auf etwas ganz Besonderes hat, das entweder Rätselraten oder Trampolin-Springen beinhaltet, sollte man hier unbedingt weiterlesen. Ersteres ist ein sogenanntes Adventuregame mit dem Namen „Escape Room“. In Tirol befinden sich zehn verschiedene, unter anderen das „Just Escape Austria“ mit Standort in Innsbruck und Hall. Das in Japan entstandene Gruppenspiel ist ein Knobeln der Extraklasse. In einem Raum werden in einem Intro die Spielregeln erklärt und erste Hinweise gegeben, dann beginnt ein regelrechtes Abenteuer. Im Rahmen einer Geschichte muss man verschiedene Hinweise finden und Rätsel lösen, um ans Ziel zu gelangen. Dazu kommt, dass das Ganze unter Zeitdruck gemacht werden muss. Gefordert werden sicherlich alle Beteiligten und auch der Spaß daran kommt sicherlich nicht zu kurz.

Trampolin-Springen ist ebenfalls eine tolle Art, seine Freizeit zu verbringen. Vor allem, wenn man es im größten und modernsten Trampolinpark Tirols macht. Das „FLIP LAB“ in Völs hat im Mai eröffnet und bietet eine 2000 Quadratmeter große Fläche, die rein dafür genutzt werden kann, sich auszutoben. Wer jetzt also noch bei Wind- und Regenwetter zuhause rumsitzt und glaubt, es gäbe nichts zu unternehmen, irrt sich. Aber Irrtum ist ja bekanntlich menschlich. (jam)

Shopping als trockene Alternative an nassen Tagen: Tirol hat eine große Auswahl an Kaufhäusern.
Shopping als trockene Alternative an nassen Tagen: Tirol hat eine große Auswahl an Kaufhäusern.
- Pixabay