Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.08.2019


Innsbruck-Land

Sportverein Lans: Bei Pumptrack zählt jeder Meter

Sportverein Lans bittet Bevölkerung um Spenden zur Umsetzung der neuen Anlage.

Die Vorarbeiten für die Anlage mitten im Wald laufen schon.

© W9 Studios OGDie Vorarbeiten für die Anlage mitten im Wald laufen schon.



Von Michael Domanig

Lans – Am Waldhügel westlich des Lanser Sportplatzes errichtet die Gemeinde einen neuen Kinderspielplatz samt Baumhaus, Schaukel, Wassersandkiste und „Flying Fox“. Um ein Zusatzangebot zu schaffen, das auch für Jugendliche und Erwachsene attraktiv ist, entsteht direkt daneben eine Pumptrackanlage – eine kurvige Wellenbahn aus Naturmaterialien, auf der Biker Tempo aufbauen können, ohne in die Pedale zu treten.

Projektträger ist hier aber nicht die Gemeinde, sondern der Sportverein Lans, der das Projekt im Ehrenamt leitet. „Wir haben schon vor zwei Jahren einen modularen Pumptrack aufgebaut, das war ein Mega-Erfolg“, berichtet Obmann Cedric Klose. Die nunmehr geplante fixe Anlage mitten im Wald soll einen Laufrad-Pumptrack, einen für Familien sowie einen Übungstrail mit Uphill- und Downhill-Passagen umfassen. Ein Teil der projektierten Gesamtkosten von 45.000 Euro ist über öffentliche Mittel finanziert, rund ein Drittel muss der SV Lans jedoch selbst aufbringen. Daher hat der Verein einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet, sich mit Spenden an der Freizeitanlage zu beteiligen. Der Preis pro Meter beträgt 50 Euro, alle Spender ab dieser Summe werden auf einer Tafel am Eingang der Anlage verewigt. Aber auch Kleinspenden sind herzlich willkommen (Spendenkonto Pumptrack Lans: IBAN AT98 2050 3033 0226 6477).

Die Vorarbeiten laufen bereits, Ziel wäre eine Eröffnung der Gesamtanlage im September. Vor Ort werden übrigens bewusst keine Parkplätze geschaffen – schließlich gibt es in nächster Nähe einen Halt der Igler Bahn (Linie 6), die belebt werden soll.

Dass sich durch den neuen Pumptrack die Situation am Paschberg zwischen Innsbruck und Lans entspannt – dort sind trotz Verbots zahlreiche Downhiller unterwegs –, glaubt Klose, der auch Lanser Vizebürgermeister ist, nicht. „Es bräuchte ein gewisses Angebot bzw. eine Lenkung, um das in den Griff zu bekommen. Wir als Substanzverwalter der Gemeindegutsagrargemeinschaft Lans wollen eine Lenkung auf das Lanser Gemeindegebiet ermöglichen. Das geht aber nur, wenn es mit dem Innsbrucker Stadtgebiet abgestimmt wird.“ Dort sei eine Lösung aufgrund der vielen Grundbesitzer deutlich schwieriger. „Prioritär“ ist für Klose jedenfalls die Erschließung des Paschbergs, „auch für den Alltagsradverkehr“.

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