Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.08.2019


Bezirk Landeck

Am Donnerstag heißt es in Landeck „Treffpunkt Einkaufsnacht“

Landeck erwartet Tausende Besucher beim nächtlichen Einkaufserlebnis. Kaufleute-Obmann sieht Herausforderungen in Hinblick auf Galeriebau.

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© Wenzel



Von Helmut Wenzel

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Landeck – 3000 Besucher hatten die Veranstalter erwartet, 6000 kamen. Das war am 5. September 2002, als die Landecker Einkaufsnacht ihre Premiere feierte, die morgen Donnerstag in die 18. Auflag­e geht. Die Besucherzahlen kletterten steil nach oben. „Der Rekord liegt bei 13.000. Das war 2007, als uns Stargast Bruce Darnell besucht hat“, erinnert sich Matthias Weinseisen, Obmann des Veranstalters Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams. Eine Prognose für Donnerstag zu stellen, wäre kühn. „Die Rahmenbedingungen für einen guten Besuch passen jedenfalls.“

Längst hat sich die Einkaufsnacht einen Fixplatz auf dem Eventkalender der Bezirksstadt erobert. „Dass ein großer Star die Leute motiviert, nach Landeck zu kommen, ist nicht mehr nötig“, stellte Weinseisen im TT-Gespräch am Dienstag fest. Dennoch biete man für die Fans der Einkaufsnacht einen attraktiven musikalischen Höhepunkt: Alexander Eder, Ex-Kandidat von „The Voice of Germany“, tritt mit der Band The Unique Corns ab 22 Uhr am Stadtplatz auf.

„Die besondere Atmosphär­e und das Flair in der Begegnungszone sind unser Alleinstellungsmerkmal. Da kann uns kein Online-Handel und auch kein Einkaufszentrum das Wasser reichen“, ist der Kaufleute-Obmann überzeugt. „Landeck hat Charme“, bringt es Wirtschaftskammerchef Toni Prantauer auf den Punkt. „Die Einkaufsnacht ist ein toller Impuls zur Belebung unserer Innenstadt“, hob BM Wolfgang Jörg hervor.

Trotzdem müsse der Veranstalter viel Energie in organisatorische Vorleistungen stecken, damit der Event ab den frühen Nachmittagsstunden gelingt. „Da haben auch unsere Partner, die Stadt und der TVB, ihren Anteil“, so Weinseisen. Womit kostenlose Dienstleistungen wie Gratis-Parken und Shuttlebusse (ab 18.30 Uhr im Halbstundentakt zwischen Zams-Dorfplatz und Landeck-Busbahnhof) angeboten werden können.

Die Besucher mit der weitesten Anreise kommen aus dem Vinschgau und Engadin sowie aus dem Raum Imst, weiß der Obmann. Damit Landeck-Zams (die Leistungsgemeinschaft zählt mehr als 100 Mitgliedsbetriebe) diese Kunden auch beim Bau der Landecker Galerie ab 2020 halten kann, tüftelt man schon jetzt an neuen Ideen. Die Herausforderung liege beim Kaufkraftabfluss aus dem Talkessel – wegen der Baustelle. „Wir werden südlich von Landeck zwei Jahre Ampelregelung haben. Die Autofahrer sollen an Hitzetagen von einem mobilen Team mit Getränken versorgt werden“, schlägt Weinseisen vor.




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