Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.08.2019


Bezirk Reutte

Endgültiges Aus für eine 90-jährige Sprungtradition

Nicht nur am Sintenbichl, sondern auch in den Herzen der Breitenwanger Sportler hinterlässt die abgerissene Schanze eine Narbe.

© PaschingerNicht nur am Sintenbichl, sondern auch in den Herzen der Breitenwanger Sportler hinterlässt die abgerissene Schanze eine Narbe.



Eine 90-jährige Tradition geht in diesem Sommer wohl endgültig zu Ende: In Breitenwang wurde die Otto-Wagner-Schanze abgebaut. Damit ist es vorbei mit der Geschichte der Nordischen Kombinierer, aus denen 1929 erst der Wintersportverein Breitenwang und 1948 dann der SC Breitenwang hervorgegangen ist.

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„Das tut natürlich weh", sagt der Obmann der Ski-Sektion des SC Breitenwang, Christoph Waldner. Immerhin blickt der Verein auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, deren Höhepunkt die Ausrichtung der Nordischen Junioren-WM im Jahre 1994 war. „Aber seit zehn Jahren gibt es keine Skispringer mehr", sagt Waldner. Vor fünf Jahren wurde die größere Schanze in der „Lähn" abgerissen, heuer war die zweite, kleinere dran. „Hier noch einmal 25.000 Euro zu investieren, wäre nicht zu argumentieren gewesen", sagt der Obmann. „Alles zieht nach Wörgl", bedauert er, dass man vor zwei Jahren nur noch maximal einen Kinder-Cup — nicht einmal noch Schüler — bekommen hätte. „Wenn ich nur ein Kind und einen Trainer hätte, hätte ich alle Hebel in Bewegung gesetzt", versichert Waldner.

So sei aber auch der Pachtvertrag ausgelaufen. Darin ist am Ende der Rückbau der Schanze vorgesehen. Und damit „natürlich das endgültige Aus für die Nordische Kombination", so Waldner. (pascal)




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