Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 25.08.2019


Osttirol

TT-Café in Lienz schloss die Frühstückstour ab

Genuss, Musik und gute Stimmung prägten das TT-Café am Hauptplatz. Gäste aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur unterhielten die Besucher.

Beim TT-Café in Lienz wurde viel geboten: Chefredakteur Mario Zenhäusern sprach u. a. mit BM Elisabeth Blanik und Altbürgermeisterin Helga Machne.

© BlassnigBeim TT-Café in Lienz wurde viel geboten: Chefredakteur Mario Zenhäusern sprach u. a. mit BM Elisabeth Blanik und Altbürgermeisterin Helga Machne.



Von Catharina Oblasser

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Lienz – Es ist jedes Jahr ein beliebter Treffpunkt auf dem Hauptplatz, dem „Wohnzimmer“ von Lienz: das TT-Café, die Frühstücksveranstaltung der Tiroler Tageszeitung. Auch am gestrigen Samstag nutzten die Café-Besucher die Gelegenheit, Bekannte zu treffen, zu plaudern, ein Gratis-Frühstück zu genießen und sich unterhalten zu lassen. Live-Musik von Prime Time untermalte den Vormittag, während TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport, Wissenschaft und Wirtschaft zum Interview auf die Bühne des TT-Trucks bat.

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik erzählte von ihrer Zufriedenheit, nicht mehr Landesvorsitzende der SPÖ zu sein. „Jetzt kann ich in vollen Zügen Lienz genießen.“ Verkehr und Mobilität seien ein zentrales Thema, sagt Blanik. Angesprochen auf die Staus durch die Stadt, meint sie: „Es gibt auch Zeiten, wo es nicht staut. Vielleicht gelingt es, die Beginnzeiten von Schule und Arbeit zu staffeln, damit nicht alle zugleich fahren.“ Helga Machne, Lienzer Altbürgermeisterin und neue Ehrenbürgerin der Stadt, sieht das Thema gelassen. „Lienz ist so lebendig, da muss man ein bisschen Stau erleiden können.“ Die Ehrenbürgerschaft bedeute ihr sehr viel, erklärt Machne, die Ende August 81 Jahre alt wird.

Die zweite Interview-Runde bestritten Monika Reindl-Sint, Museumsleiterin der Burg Heinfels, und der gebürtige Oberösterreicher Manfred Hainzl, der den Archäologiepark und das Museum von Tirols einziger Römerstadt, Aguntum, leitet. „Im Mai 2020 wollen wir die revitalisierte Burg Heinfels eröffnen“, kündigt Reindl-Sint an. Bis dahin gebe es jeden Sonntag Baustellenführungen. Sie hofft auf Besucher aus Osttirol, aber auch aus dem Südtiroler Pustertal und aus Italien. Hainzl, der sich vom ersten Moment an in Osttirol „pudelwohl“ gefühlt habe, kann über Besuchermangel in Aguntum nicht klagen. „Wenn es regnet, ist um 10 Uhr der Parkplatz voll. Wir werden regelrecht gestürmt.“

Danach nahmen Wolfgang Mair und Fadi Dohnal auf dem Podium bei Mario Zenhäusern Platz. Der Lienzer Mair, bis 2014 Profi-Fußballer, hat auf die bildende Kunst umgesattelt. „Seit heuer kann ich schon ganz gut davon leben“, schmunzelt Mair, der nun in Salzburg lebt. Wenn er durch Lienz spaziere, werde er immer noch erkannt. Fadi Dohnal ist wissenschaftlicher Leiter des neuen Uni Campus Technik Lienz. Er mag es, universitäre Strukturen frisch aufzubauen. „Da kann man vieles noch selbst gestalten.“ Er wünscht sich in den örtlichen Entscheidungsgremien mehr Frauen und junge Leute. „Es gibt hier eine Runde von alten Herren, die vieles hemmen“, nahm er sich kein Blatt vor den Mund.

Mit einer Wirtschaftsrunde wurde der Interview-Reigen abgeschlossen. Maximilian Schultz, Juniorchef des Zillertaler Bergbahn- und Tourismus-Unternehmens Schultz, saß mit Micado-Gründer Edwin Meindl auf der Bühne. „Wir haben 1998 als kleines Start-up begonnen und haben heute 48 Mitarbeiter“, erzählt Meindl, dessen Firma im Bereich Produktentwicklung, Werkzeug- und Vorrichtungsbau sowie Automatisierungstechnik arbeitet. Die Abgelegenheit Osttirols sei heutzutage kein Hindernis mehr, so Meindl. „Mit unseren Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten sprechen wir eben per Videokonferenz.“

Auch Schultz sieht den Bezirk Lienz als zukunftsträchtig an. „Während andere Regionen touristisch schon am Plafond angelangt sind, gibt es in Osttirol noch großes Potenzial.“ In den nächsten Jahren würden 60 Millionen Euro investiert, ein wichtiges Projekt sei die Skischaukel Sillian-Sexten. „Das wird richtig einschlagen“, glaubt der Juniorchef.

Während sich die Gäste noch an Kaffee von Wedl/Testa Rossa, Silberquelle-Mineralwasser und Gebäck aus der Hofer Backbox labten, zog Glücksengerl Alina gemeinsam mit Moderatorin Denise Neher die Sieger des Gewinnspiels: Sylvia Granata gewann einen Gutschein für das Einkaufszentrum Dez, Josef Blassnig einen Testa-Rossa-Kaffeeautomaten.

Das TT-Café in Lienz markierte als zehnte Station das Ende der heurigen Frühstückstour. Insgesamt wurden 36.550 Becher Kaffee, 15.100 Mineralwasser und 19.200 Stück Gebäck verteilt. Die TT-Café-Mitarbeiter legten dabei 10.400 Kilometer zurück.




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