Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.05.2019


Bezirk Kustein

Streetfood Markt Kufstein: Wo Tiroler Sushi auf einen Insektenburger trifft

Vom neuseeländischen Angus-Burger mit Kiwi-Chutney über das thailändische Curry bis hin zum heimischen „Tiroler Sushi“ — einer Variation aus gebeiztem Rind und Saibling auf Reis — führt die Entdeckungsreise.

Auch Tiroler Produzenten verwöhnen die Gaumen am Fischergries mit Fleisch- und Fischprodukten aus der Region.

© HrdinaAuch Tiroler Produzenten verwöhnen die Gaumen am Fischergries mit Fleisch- und Fischprodukten aus der Region.



Kufstein – Auf der Straße zu essen hat auf den ersten Blick wenig Reiz, liegt aber gerade voll im Trend. Am Kufsteiner Fischergries zelebriert man diese Art der kulinarischen Verpflegung dieses Wochenende wieder mit dem Streetfood Markt.

„Wir sind heuer im Vergleich zum Vorjahr internationaler geworden“, erklärt Veranstalter Bobby Gebhardt. Vom neuseeländischen Angus-Burger mit Kiwi-Chutney über das thailändische Curry bis hin zum heimischen „Tiroler Sushi“ – einer Variation aus gebeiztem Rind und Saibling auf Reis – führt die Entdeckungsreise.

„Der Markt in Deutschland ist übersättigt“, erzählt Gebhardt. Bewusst besuche man die Festungsstadt daher nur einmal im Jahr, damit die Schmankerlliebhaber nicht vom Angebot gelangweilt seien. Und auch immer wieder neue Trends müssten her.

Neues probieren kann man beim Insektenzelt: Im Burger winden sich die Würmer aber nicht mehr.
Neues probieren kann man beim Insektenzelt: Im Burger winden sich die Würmer aber nicht mehr.
- Hrdina

Neugier oder Mut – eines von beiden gehört wohl dazu, wenn man den Burger beim Insektenzelt probieren will. Das Paddy besteht hier nämlich nicht aus Rind oder Huhn, sondern aus Würmern. „In einigen Jahren wird das Standard auf den Tellern sein“, ist sich Streetfood-Artistin Gabi sicher.

Bereits jetzt salonfähig sind die Leckereien an den übrigen 25 Ständen – vom Pulled Pork über einen süßen Burger aus Parfait bis hin zu flüssigen Gaumenfreuden wie Limonaden und Craft Beer. „Alle Speisen werden frisch vor Ort zubereitet“, sagt Gebhardt. Geschlemmt werden kann noch heute Samstag von 11 bis 23 Uhr und morgen von 11 bis 20 Uhr. (jazz)