Letztes Update am Sa, 01.06.2019 13:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weltmilchtag

Der Milchkonsum hat sich verändert: 5 Fragen & Antworten

Heute ist Weltmilchtag. 3,7 Millionen Tonnen Milch werden pro Jahr in Österreich produziert, in Tirol sorgen 4400 Betriebe für die Versorgung. Getrunken wird weniger, dafür wird Milch anders konsumiert.

In Österreich wird mehr Käse und Butter konsumiert, dafür weniger Milch getrunken.

© Getty ImagesIn Österreich wird mehr Käse und Butter konsumiert, dafür weniger Milch getrunken.



1. Wie hat sich der Milchverbrauch entwickelt?

Weltweit nimmt der Konsum von Milch zu, vor allem in verarbeiteten Produkten. In Österreich wird Milch zwar nach wie vor in 39 Prozent der Haushalte täglich getrunken, aber es wird weniger. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkmilcherzeugnissen inkl. Joghurts und Sauermilch lag 2006 bei mehr als 80 kg im Jahr, bis 2017 fiel dieser Wert auf 77,4 kg. Im gleichen Zeitraum stieg der Butter-Verbrauch von 4,8 auf 5,4 kg und bei Käse von 18,4 kg auf 22,3 kg.

2. Wie viel Milch bzw. Milchprodukte werden in Österreich produziert?

Mit einer Jahresproduktion von 3,7 Millionen Tonnen Milch liegt Österreich weltweit an der 32. Stelle. Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO sind die USA (97 Millionen), Indien (83) und Brasilien (33) die größten Milchproduzenten.

3. Wer sorgt bei uns für die Milchversorgung?

In Tirol stellen vor allem kleine Betriebe die Produktion sicher. Als Vergleich: In Dänemark werden pro Milchviehbetrieb durchschnittlich 140 Kühe gehalten, in Österreich sind es 20 und in Tirol im Schnitt nur 14,5 Kühe.

4. Wie schwierig ist die Produktion? Laut Vereinigung der österreichischen Milchverarbeiter erfolgt die Produktion zu 80 Prozent in Berg- und benachteiligten Gebieten. „Die nachhaltige Produktion äußert sich an der geringsten CO2-Belastung im europäischen Vergleich und im höchsten Anteil an biologischen Produkten“, heißt es von der Vereinigung.

5. Viel bio, aber auch gentechnikfrei?

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger sagt dazu anlässlich des Weltmilchtages: „Wer zu einem Tiroler Milchprodukt greift, kann sich zu 100 Prozent sicher sein, dass dieses hormon- und gentechnikfrei produziert wird.“ (TT)