Letztes Update am Mi, 09.10.2019 11:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verbraucherschutz

AK-Test: Fertige Sandwiches auch am Ende der Haltbarkeit einwandfrei

Sieben Schinken-Dreiecke wurden unter die Lupe genommen. Bedenklich war keines davon, geschmacklich konnten aber nicht alle überzeugen.

Symbolfoto.

© iStockphotoSymbolfoto.



Linz – Fertige Sandwiches aus dem Supermarkt sollen laut ihren Haltbarkeitsdaten mehr als eine Woche lang genießbar sein. Diese doch lange Zeit war Grund für die Arbeiterkammer Oberösterreich, die Dreiecke unter die Lupe zu nehmen. Sie testete sieben Schinken-Sandwiches, die alle mikrobiologisch einwandfrei waren, geschmacklich überzeugten aber nur drei auch am letzten Tag der angegebenen Haltbarkeit.

Die Konsumentenschützer kauften in verschiedenen Supermärkten sieben unterschiedlich belegte Schinken-Sandwiches im Dreiecksformat, geschlossen verpackt. Die Proben wurden bei vier Grad Celsius im Labor bis zum letzten Tag der angegebenen Mindesthaltbarkeit gelagert. Erst dann analysierten Experten die Brötchen mikrobiologisch, sensorisch sowie chemisch-physikalisch und beurteilten sie entsprechend des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes sowie der berechtigten Verbrauchererwartung, sprich nach Geschmack und Aussehen.

So fiel das Fazit der Tester aus.
So fiel das Fazit der Tester aus.
- AK Oberösterreich

Mikrobiologisch in Ordnung, Geschmack nur teilweise

Mikrobiologisch waren alle in Ordnung - trotz des empfindlichen Belags mit Eiern, Gurken, Käse und/oder Tomaten. Geschmacklich überzeugten drei Proben, bei drei weiteren gab es Kritik, weil der Schinken säuerlich oder sauer schmeckte, bei zwei ließ der Käse zu wünschen übrig und bei einem war das Brot zu trocken. Insgesamt wurden aber auch diese Produkte noch als einwandfrei bewertet. Ein Sandwich wurde auf wertgemindert abgestuft, weil die Fachleute sowohl beim Brot als auch bei Schinken, Käse, Eiern und Tomate etwas auszusetzen fanden.

Zu viele Kalorien für einen Snack

Die belegten Dreiecke kosteten von 0,78 bis 1,17 Euro pro 100 Gramm. Ein Blick auf die Nährwerttabelle empfiehlt sich laut AK, denn die oft als Jause zwischendurch gegessenen Brote können mit moderaten 379 kcal oder stolzen 551 kcal pro Packung im Kalorienkonto zu Buche schlagen. Die Konsumentenschützer raten vor allem jenen, die Palmöl vermeiden möchten, sich die Zutatenliste anzuschauen, weil in zwei verwendeten Toastbrotmarken das von vielen ungeliebte Palmfett steckte. (APA)