Letztes Update am Fr, 14.11.2014 08:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Genuss

Fair naschen: Schwedenbombe wird zur Fairtrade-Süßigkeit

Auch Manja und Swedy werden künftig mit fair gehandeltem Kakao produziert. Der Kunden soll davon nichts merken – weder geschmacklich, noch preislich.

Die Schwedenbombe wird zur Fairtrade-Süßigkeit.

© www.muehlanger.atDie Schwedenbombe wird zur Fairtrade-Süßigkeit.



Wien – Nach der Confiserie Heindl setzt nun auch Niemetz auf das gute Gewissen: Sowohl die Schwedenbomben als auch die Cremeriegel Manja und Swedy werden künftig ausschließlich mit fair gehandeltem Kakao produziert. Spätestens Mitte Dezember soll das gesamte Sortiment mit dem Fairtrade-Gütesiegel versehen sein, kündigte Gerhard Schaller, Geschäftsführer des Eigentümers Heidi Chocolat, im APA-Gespräch an.

Konkret geht es um rund 400 Tonnen Schokoglasurmasse, die vom Wiener Traditionssüßwarenhersteller pro Jahr in der noch bis Ende 2015 in Landstraße ansässigen Produktion verarbeitet werden. Durch die Umstellung auf Fairtrade werde sich der Einkaufspreis von Kakao für das Unternehmen um 5 bis 6 Prozent verteuern, so Schaller. Der Kunde soll davon aber nichts merken – wobei der Schwedenbomben-Chef freilich rohstoffpreisbedingte Erhöhungen in mittlerer Zukunft nicht ausschließen wollte.

„Der Konsument wird immer kritischer“

Man wolle nicht nur auf hochwertige und nachhaltige Zutaten setzen, sondern sich auch an Kundenwünschen orientieren: „Der Konsument wird immer kritischer.“ Bomben und Riegel werden aber nicht zur Gänze aus fair gehandelten Ingredienzien bestehen. So bleibe man etwa beim lokal produzierten Zucker.

Schaller betonte, dass sich an Aufmachung und Geschmack der Niemetz-Produkte durch den Fairtrade-Kakao aber nichts ändern wird. Eine kleine Neuerung gibt es aber doch: Manja wird es künftig nicht mehr als einzelnen 30-Gramm-Riegel geben. Stattdessen packt man künftig – analog zu Swedy – zwei 20-Gramm-Riegel in eine Packung. Weitere Naschinnovationen sind aber derzeit nicht geplant.

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Denn der Fokus liege in den kommenden Monaten ganz auf dem Umzug nach Wiener Neudorf. Im kommenden Sommer werde bereits eine der beiden Produktionslinien an den neuen Standort übersiedelt, die zweite folgt bis Jahresende 2015. Spätestens dann muss der bisherige Stammsitz am Rennweg geräumt sein, da er noch von den Voreigentümern des Unternehmens infolge von Liquiditätsproblemen verkauft worden war. (APA)