Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 14.06.2016


Gesundheit

Langes Warten auf Termine und viel „Rennerei“ belasten Kranke

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Wien – Wo die Österreicher bei der Gesundheitsversorgung der Schuh drückt, wollte die Vizenz Gruppe – Betreiber von Gesundheitseinrichtungen – wissen. Die IFES-Meinungsforscher haben in einer Umfrage mit rund 1100 Teilnehmern in Wien und Oberösterreich herausgefunden, dass es v. a. an der Vernetzung hakt – ein Grund für lange Wartezeiten und viel Rennerei von Arzt zu Arzt.

IFES-Geschäftsführer Reinhard Raml fasste zusammen: „70 Prozent der Befragten fühlen sich mehr oder weniger stark belastet durch lange Wartezeiten auf Termine bei Fachärzten, MRT-, CT-Untersuchungen und langes Warten auf Operationstermine.“

Dann komme die Frage, wie man die Qualität von Diagnosen und Therapien überprüfen könne. Drittens: „Die Lauferei zwischen verschiedenen Fachärzten, um zu einer Diagnose zu kommen.“

23 Prozent gaben an, bei sehr guter Verfassung zu sein, 45 Prozent bei guter Gesundheit. Ein Prozent sprach von einer sehr schlechten Verfassung, sechs Prozent von einer schlechten Gesundheitssituation. 38 Prozent sagten, sie hätten ein chronisches Leiden. Ebenfalls 38 Prozent hätten gerne eine Stelle, wo sie telefonisch um Rat fragen können. 88 Prozent wünschen sich mehr Vernetzung der Angebote. Solche Gesundheitsparks sollten laut Raml v. a. Fachärzte, Röntgen-, MRT- und CT-Einrichtungen, Apotheken und Allgemeinmediziner umfassen. (APA)