Letztes Update am So, 22.04.2018 08:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesundheit

Studie: Sport nach Herzinfarkt kann Leben retten

Auch Patienten, die in den ersten sechs bis zehn Wochen nach dem Infarkt aktiv waren, dann aber nachließen, profitierten noch vom Sport.

© iStockphoto(Symbolfoto)



Stockholm – Sport ist einer aktuellen Studie zufolge auch nach einem Herzinfarkt gut für die Gesundheit. Die Gefahr, vier Jahre nach dem Infarkt nicht mehr am Leben zu sein, könne durch regelmäßiges Training mehr als halbiert werden, teilte die Europäische Gesellschaft für Kardiologie mit. Schwedische Wissenschaftler hatten für die Studie mehr als 22.000 Herzinfarkt-Patienten beobachtet.

Mindestens zweimal in der Woche Sport zu treiben, sollte allen Herzinfarktpatienten genauso geraten werden, wie eine bessere Ernährung, weniger Stress und weniger Rauchen, forderte Studienleiter Örjan Ekblom.

Dieser Rat gelte für alle Herzinfarktpatienten, unabhängig von der Schwere des Infarkts. Auch Patienten, die in den ersten sechs bis zehn Wochen nach dem Infarkt aktiv waren, dann aber nachließen, profitierten noch vom Sport. „Aber natürlich ist der Nutzen größer, wenn sie sportlich aktiv bleiben“, erklärte Ekblom. Welche Art von Sport am vorteilhaftesten sei, müsse noch erforscht werden.

Die Herzinfarkt-Studie im Detail:

Dicker Bauch weist auf sitzende Lebensweise

Dass ein dicker Bauch für das Herz besonders schlecht ist, belegt einmal mehr eine amerikanische Studie – besonders für Leute, die eigentlich kein Übergewicht haben. „Geh zum Arzt, wenn deine Taille größer ist als deine Hüfte“, raten die Wissenschaftler aus Minnesota. Normalgewichtige Patienten mit dickem Bauch hätten ein doppelt so hohes Langzeit-Risiko, an Herzinfarkten, Schlaganfällen oder blockierten Arterien zu erkranken wie Menschen mit einem weitgehend flachem Bauch. „Diese Figur weist auf eine sitzende Lebensweise, wenig Muskelmasse und zu viele Kohlenhydrate hin.“ Mehr Kraftsport zum Muskelaufbau, weniger Sitzen und einfach mal eine Haltestelle zu früh aus Bus oder Bahn zu steigen, könne helfen. (APA/dpa)


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