Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 05.12.2018


Gesundheit

Tirols Mediziner vereinen sich



Ethisch und juristisch inakzeptabel — so lautet das einhellige Fazit der Tiroler Lebens- und Gesundheitsforscher zu den kürzlich in China auf die Welt gekommenen genmanipulierten Babys. Doch die Diskussion um Vorteile und Risiken der Genforschung war nur einer von vielen Punkten auf der zweitägigen Tiroler Hochschulkonferenz.

Mehr als 200 Forscher der acht Tiroler Hochschulen aus dem Fachbereich Gesundheits- und Lebensforschung diskutieren dabei in Innsbruck über die Zukunft. Man wolle den Standort Tirol stärken und sich besser vernetzen, so der Vorsitzende der Tiroler Hochschulkonferenz, Uni-Rektor Tilmann Märk.

„Die Lebenserwartung steigt, der Anteil des gesunden Lebens steigt aber nicht gleich stark. Es geht daher um Fragen des gesunden Alterns", sagte Frank Edenhofer, der wissenschaftliche Leiter des „Life & Health Science Cluster Tirol". Darin werden die Tiroler Forschungsaktivitäten im Bereich Lebens- und Gesundheitswissenschaften gebündelt.

Um gesünderes Altern zu ermöglichen, beschäftigt man sich etwa mit dem Altern von Gefäßen sowie der Diagnose von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Als Meilenstein wird dabei die Vergabe des neuen Kompetenzzentrums VASCage-C gesehen: „Ziel ist es, optimierte Therapien und Rehabilitationsverfahren für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten zu entwickeln", erklärte Stefan Kiechl von der Universitätsklinik für Neurologie an der Med-Uni Innsbruck bei einem Pressegespräch.

Auch die Tiroler Forschung im Bereich Reproduktionsmedizin an der Haller UMIT, die einen besseren Zugang zur Fortpflanzungsmedizin ermöglicht, war Thema der Konferenz. (phi)




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