Letztes Update am Mi, 30.01.2019 08:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verbraucherschutz

Stiftung Warentest entdeckte Schadstoffe in Sexspielzeug

Fünf von 18 getesteten Modellen schnitten „mangelhaft“ ab. Vier der geprüften Modelle beurteilten die Tester hingegen mit „Sehr gut“.

(Symbolfoto)

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Berlin – Die deutsche Stiftung Warentest hat in diversen Sexspielzeugen Schadstoffe gefunden. Fünf von 18 getesteten Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringen seien stark belastet, wie die Stiftung in der Februarausgabe ihrer Fachzeitschrift test schreibt. Sie bekamen deshalb die Note „mangelhaft“. Vier der geprüften Modelle fanden die Tester hingegen „sehr gut“.

Die Spielzeuge kosteten zwischen 6,80 und 165 Euro. Viele davon bestehen aus Silikon und anderen Kunststoffen. In den „mangelhaften“ Produkten fanden die Tester zum Beispiel den Weichmacher DEHP, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Außerdem entdeckten sie Phenol, das im Verdacht steht, genetische Defekte zu verursachen sowie Nickel, das Allergien auslösen kann. Ebenso konnten sie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe nachweisen. Einige Vertreter dieser Schadstoffgruppe gelten als krebserregend.

Besonders kritisch ist, dass Sexspielzeug oft Kontakt mit Schleimhäuten hat. „Diese Gewebe sind meist gut durchblutet und können empfindlich sein“, sagte Projektleiterin Sara Wagner-Leifhelm. „Schadstoffe haben deshalb in Sextoys nichts zu suchen.“ Bisher gebe es allerdings keine Schadstoffgrenzen speziell für Sexspielzeug. (APA/AFP)

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