Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.03.2019


Bezirk Imst

Mobile Pflege im Bezirk Imst stark gestiegen

Im Bezirk Imst haben sich die mobilen Pflege- und Betreuungsstunden von 33.708 im Jahr 2012 auf 74.538 beinahe verdoppelt.

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Imst – Eine „äußerst erfreuliche“ Zwischenbilanz zieht der für Pflege zuständige Regierungsreferent, LR Bernhard Tilg, beim bis 2022 gültigen Strukturplan Pflege. Er stellt im Bezirk Imst ein „starkes Plus bei der mobilen Pflege und Betreuung“ fest. Das sei auch ganz im Sinne des Strukturplans, der vom Grundsatz „mobil vor stationär“ geleitet sei.

„Auch im Raum Imst hat die mobile Pflege mit zusätzlichen MitarbeiterInnen wesentlich mehr Leistungsstunden erbringen können“, erklärt Tilg in einer Aussendung. Das Plansoll sei „übererfüllt“ worden. „Das unterstützt den großen Wunsch der meisten Menschen, ihren Lebensabend möglichst lange zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung verbringen zu können. Im Bezirk hat sich die Leistung der mobilen Pflege nahezu verdoppelt – von 33.708 Stunden im Jahr 2010 auf 74.538 Stunden im vergangenen Jahr“, zitiert der Landesrat aus der Statistik.

Für Tilg ist der Strukturplan „ein dynamisches Instrument für die kontinuierliche Planung und Weiterentwicklung von Dienstleistungen und Einrichtungen für die pflegebedürftigen Menschen“. Damit könne „unter anderem ein komplexes Versorgungsnetz für die häusliche Pflege flächendeckend für ganz Tirol umgesetzt werden“.

Sandra Friedl, Geschäftsführerin der jüngst mit dem Gemeindekooperations-Preis ausgezeichneten Ötztalpflege, kann den Trend nur bestätigen: „Als ich 2002 beim SGS Vorderes Ötztal angefangen habe, waren wir drei Leute – heute sind wir bei der Ötztalpflege 23.“ Auch der Klientenkreis habe sich ausgeweitet: „Es geht nicht mehr nur um die Altenpflege, sondern auch um Alltagshilfe“, spricht sie auch Haushaltshilfen an. Friedl sieht für die Zukunft einen steigenden Bedarf an anderen Betreuungsmodellen wie betreubares und betreutes Wohnen. „Das müssen wir alles nützen.“ (TT, pascal)