Letztes Update am Mi, 14.08.2019 20:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesundheit

Im Kampf gegen Krebs: Neuer Biosensor der Uni Innsbruck erleuchtet den Weg

Oft mutieren Gene für bestimmte Enzyme vom Typ Kinasen zu Krebszellen. Der neue Biosensor der Uni Innsbruck bringt Kinasen in der Zelle zum Leuchten, um sie besser studieren zu können.

Teil des Innsbrucker Projektteams (von links): Florian Enzler, Andrea Raffeiner, die beiden Erstautorinnen Johanna Mayrhofer und Ruth Röck, Jakob Troppmair, Eduard Stefan und Andreas Feichtner.

© Uni InnsbruckTeil des Innsbrucker Projektteams (von links): Florian Enzler, Andrea Raffeiner, die beiden Erstautorinnen Johanna Mayrhofer und Ruth Röck, Jakob Troppmair, Eduard Stefan und Andreas Feichtner.



Innsbruck – Kinasen sind Enzyme, die chemische Prozesse in der menschlichen Zelle ermöglichen. Mutationen in Kinasen können Signalwege in den Zellen stören. Oft sind schwere Krankheiten wie Krebs die Folge von solchen Störungen. Neues Licht in das Verständnis dieser komplexen Prozesse bringt ein Verfahren, das ein international vernetztes Forscherteam um Eduard Stefan von der Universität Innsbruck entwickelt hat. Die Biochemiker bringen die Enzyme zum Leuchten, um ihre krankhafte Funktion direkt in der Zelle zu studieren.

Bisher konnten die Folgen nur an der Veränderung des zellulären Signalweges gesehen werden oder außerhalb der Zelle charakterisiert werden.

Das neue Verfahren könnte einen Fortschritt in der Medizin bedeuten und bei der Suche nach neuen Wirkstoffen gegen unterschiedlichste Erkrankungen, die mutierte Kinasen, sprich mutierte Zellen involvieren, hilfreich sein. (TT.com)