Letztes Update am Do, 17.07.2014 12:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesundheit

Kaffee kurbelt die Selbstreinigung der Zelle an

Ein bis vier Stunden nach dem Genuss des beliebten schwarzen Gebräus tritt die zelluläre Müllabfuhr in Aktion.



Graz – Kaffee ist viel besser als sein Ruf: Schwarz getrunken kann er sogar die Selbstreinigung der Zelle (Autophagie) ankurbeln. Grazer Biowissenschafter um Frank Madeo haben den molekularen Mechanismus dahinter erkannt und in PLOS Genetics und Cell Cycle veröffentlicht.

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 160 Litern jährlich gehört Kaffee zu den beliebtesten alkoholfreien Genussmitteln in Österreich. Studien hätten bereits gezeigt, dass anhaltender Kaffeekonsum bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Störungen des Fettstoffwechsels hemmend wirken könne, erklärt Madeo. Jetzt konnte sein Team an Mäusen zeigen, dass das Gebräu auch die Müllabfuhr der Zelle ankurbelt. „Es handelt sich um eine Art Selbstverdauungsprogramm, das die Zelle reinigt und entgiftet.“ Der Körper entsorgt so schadhafte Proteine und Zellbestandteile. Die Wirkung wurde nach ein bis vier Stunden an Leber, Muskeln und Herz nachgewiesen. Vermutlich wird sie von Polyphenolen hervorgerufen. (APA)




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