Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 11.01.2018


Mode

Hochzeitstrends: Die Braut traut sich und zeigt Haut

Nicht nur das Kleid ist weiß, auch die Umgebung: Heiraten im Winter ist einer der Trends, die bei der Hochzeitsmesse vorgestellt werden.

© Rudy De MoorEin Brautkleid für den Winter trägt Miss Tirol Alexandra Pahr.



Innsbruck – Wer schön sein will, muss leiden, ganz besonders am schönsten Tag im Leben. Deshalb redete Brautmodenexpertin Nadja Tonini bei Hochzeiten, die an kalten Wintertagen gefeiert werden, nicht lange um den heißen Brei herum: „Ich sage den Frauen, zu frieren ist sicher schöner, als wie ein Waschbär eingepackt zu sein.“ Denn eigentlich passen zwei der Trends, die gestern bei der Vorstellung der Messe „Hochzeiten & Feste“ (Samstag und Sonntag, Messe Innsbruck) angesprochen wurden, so gar nicht zusammen.

Zwar ist der Mai immer noch der Lieblingsmonat der Tiroler Hochzeitspaare, aber die Trauung in den Wintermonaten wird immer beliebter. Da muss sich die Braut erst trauen, einem zweiten Trend zu folgen. „Die Kleider werden figurbetont mit viel Sexappeal, es wird Haut gezeigt, aber schon an den nötigen Stellen mit Spitzen verdeckt“, sagte Tonini, die aber auch betonte, dass sich die Braut natürlich mit Umhängen und Jacken vor dem Schüttelfrost schützen darf.

Gestern hüllte Tonini, die in Schwaz die Boutique Felice betreibt, Miss Tirol Alexandra Pahr in ein Kleid im „Prinzessinnen-Style, das glitzert und gut zu einer Schneelandschaft bei Sonnenschein passt“. Die Kosten? Nur das Kleid 1600 Eur­o, mit allen Änderungen und dem speziell angefertigten Cape etwa 2500 Euro.

Die Mode wird figurbetonter.
- istock

Bei der Messe steht nicht nur die Braut im Mittelpunkt. Man soll sich Inspiration für das Fest holen, meinte Projektleiter Stefan Kleinlercher: „Das Angebot reicht von den neuesten Braut- und Bräutigammoden, Schmuck, Stylings, Torten, Floristik und Dekoration bis hin zu Musik, Fotografie, Kutschen, Oldtimer und Hochzeitsreise“, kündigte er an. Außerdem werden Ideen für besondere Locations geliefert. Wie Trauungen im Winter haben auch jene im Freien zugenommen. Das bestätig­t Innsbrucks oberste Standesbeamtin, Bürger­meisterin Christine Oppitz-Plörer. „Standesamtlich kann man sich inzwischen beim Congress Igls und der Villa Blanka trauen lassen. Vielleicht kommt bald das Schloss Ambras dazu“, verriet die Bürgermeisterin. (chris)

Der Ort wird extravagant, wie bei einem Shooting mit Nadine Beiler im Schloss Ambras.
- Andreas Rottensteiner / TT