Letztes Update am Fr, 05.05.2017 09:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Facebook schließt VR-Studio von Oculus

Virtual-Reality-Filme vom Oculus Story Studio wurden als Wegbereiter für eine neue Kunstform gefeiert. Da es viele andere VR-Anbieter gibt, wird das Studio nun geschlossen.

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© ReutersSymbolfoto.



Menlo Park – Facebook schließt sein Oculus-Animationsstudio, das als Vorreiter bei Kurzfilmen in virtueller Realität für viel Aufsehen gesorgt hatte. Inzwischen gebe es viele VR-Inhalte anderer Anbieter, und man wolle statt Eigenproduktionen lieber diese entstehende Branche unterstützen, schrieb der zuständige Manager Jason Rubin in einem Blogeintrag.

Facebook hatte für das vor gut zwei Jahren vorgestellte Oculus Story Studio unter anderem Experten des Animationsstudios Pixar abgeworben und für erste VR-Kurzfilme wie „Lost“ und „Henry“ viel Anerkennung geerntet. Dort wurde auch Software zur Produktion von Filmen mit dreidimensionalen virtuellen Umgebungen entworfen.

Intensive Erlebnisse und kurze Filme

Führungskräfte des Oculus-Studios wie der ehemalige Pixar-Animator Sashka Unseld argumentierten, dass VR eine neue Kunstform ermögliche, bei der sich der Zuschauer mitten im Geschehen wiederfinde. So spielen die Autoren solcher Filme zum Beispiel damit, dass sich ein Zuschauer umdrehen muss, um die volle 360-Grad-Umgebung zu sehen. Die Oculus-Kreativen gingen davon aus, dass angesichts der intensiven Erlebnisse zumindest vorerst eher kurze statt lange Filme für VR angemessen seien.

Oculus ist ein Pionier bei der Entwicklung moderner Brillen für die Anzeige virtueller Realität, bei der Nutzer komplett in künstliche Welten eintauchen können. Die Firma wurde vor rund drei Jahren für zwei Milliarden Dollar von Facebook gekauft. Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg zeigte sich immer wieder davon überzeugt, dass virtuelle Realität viele Lebensbereiche von der Bildung bis hin zur Wohnungssuche verändern werde. Die im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachte erste Oculus-Brille blieb ein Nischenprodukt - wohl auch, weil sie recht teuer ist und einen mächtigen Computer erfordert. (APA/dpa)

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