Letztes Update am Do, 12.04.2018 09:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Web und Tech

Teenager verstecken Daten in Apps

Junge Nutzer tricksen Eltern mit Tools effektiv aus und verstecken brisante Inhalte in getarnten Apps.

© iStockSymbolfoto.



New York – Experten warnen, dass „Secret-Apps“, Smartphone-Anwendungen, die private oder auch brisante Inhalte hinter ihrem Design verstecken, besonders unter Heranwachsenden zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Laut CBS2-Reporterin Reena Roy sehen Kritiker dadurch besonders Kinder gefährdet.

Eine der beliebtesten Anwendungen ist „Calculator App Lock“ von Sure Applications. Auf den ersten Blick scheint die App ein harmloser mobiler Rechner zu sein. Sobald ein Nutzer jedoch einen bestimmten Code in das Rechenfeld eingegeben hat, gelangt er in eine Art geheimen Tresor mit dort versteckten Fotos, Videos und Notizen. User können darin sogar im Internet in einem privaten Browser surfen.

„Solche Apps zeigen, dass Jugendliche mit dem Spektrum an Möglichkeiten, die sie da draußen haben, recht gut umgehen können“, sagte Social-Media-Stratege Andrew Lih. Es gibt viele dieser Apps, wie etwa auch „Kik“, die eine private Nachrichtenübertragung mit anonymen Menschen ermöglicht und auch Dating-Apps speziell für Jugendliche, wie etwa „Yubo“. „Es ist erstaunlich, wie viel Energie in Teenagern entsteht, wenn sie ein Smartphone besitzen“, so Lih. Ein Grund für die trickreichen Maßnahmen sei auch, dass Eltern immer öfter versuchen würden, mit Überwachungs-Tools die Online-Aktivitäten des Nachwuchs zu überwachen.

Lih empfiehlt aus diesem Grund, im App Store die Einstellung „Ask to Buy“ zu aktivieren, die nur einen App-Download erlaubt, wenn dieser von einem Elternteil genehmigt wurde. Es sei zudem wichtig, Instagram im Auge zu behalten. (pte)




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