Letztes Update am Di, 27.08.2019 13:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Fairphone 3: Handy ohne „mittelalterliche Arbeitsbedingungen“

Das Konzept von Fairphone sieht vor, möglichst viele Bauteile seiner Smartphones nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen. Nun wurde die dritte Generation des Handys vorgestellt. Der Preis wurde auf 450 Euro gesenkt.

In dem Fairphone 3 stecken ein Mittelklasse-Chip mit acht Kernen, der 632-Snapdragon-Prozessor von Qualcomm, eine 12-Megapixel-Kamera mit 4K-Video auf der Rückseite und eine 8-Megapixel-Selfiekamera auf der Frontseite.

© fairphone.comIn dem Fairphone 3 stecken ein Mittelklasse-Chip mit acht Kernen, der 632-Snapdragon-Prozessor von Qualcomm, eine 12-Megapixel-Kamera mit 4K-Video auf der Rückseite und eine 8-Megapixel-Selfiekamera auf der Frontseite.



Berlin — Die niederländische Initiative Fairphone hat die dritte Generation ihres Smartphones auf den Markt gebracht. „Das Fairphone 3 beweist, dass Fairness und ein schonender Umgang mit Ressourcen mit Komfort und technischen Möglichkeiten vereinbar sind", sagte Firmenchefin Eva Gouwens am Dienstag in Berlin.

Im Vergleich zur zweiten Fairphone-Generation vor vier Jahren wurde der Preis von 525 Euro auf 450 Euro gesenkt.

Fairphone hat sich vorgenommen, möglichst viele Bauteile seiner Smartphones nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen. Das betrifft zum einen die Fertigung des Smartphones. Weiterhin versucht das Unternehmen, die Rohstoffe für das Smartphone aus „fairen" Quellen zu beschaffen. Durch einen modularen Aufbau sollen Reparaturen vereinfacht werden. Viele Hardware-Teile wie der Bildschirm, die Kameras und der Akku können nachgekauft und ersetzt werden. So wird ein Ersatzakku für knapp 30 Euro angeboten.

Gouwens sagte, Fairphone wolle sich nicht damit zufriedengeben, dass Rohstoffe für Elektronikgeräte aus Minen mit mittelalterlichen Arbeitsbedingungen stammen. Es sei auch nicht hinzunehmen, dass ausrangierte Geräte auf Müllhalden in Afrika landeten. Bisher würden nur 20 Prozent der alten Smartphones sachgerecht entsorgt. „Wir versuchen, ein Smartphone zu bauen, dass so lange wie möglich genutzt werden kann. Außerdem muss es gut reparierbar sein."

Software soll fünf Jahre lang mit Updates zu versorgen

In dem Fairphone 3 stecken ein Mittelklasse-Chip mit acht Kernen, der 632-Snapdragon-Prozessor von Qualcomm, eine 12-Megapixel-Kamera mit 4K-Video auf der Rückseite und eine 8-Megapixel-Selfiekamera auf der Frontseite. Der eingebaute Speicher von 64 Gigabyte kann mit einer microSD-Karte auf maximal 400 Gigabyte erweitert werden. Das Gerät wird mit dem Google-Betriebssystem Android 9 (Pie) ausgeliefert. Fairphone verspricht, die Software fünf Jahre lang mit Updates zu versorgen.

Zu den verwendeten Materialien für das Fairphone 3 gehören nach Angaben des Unternehmens verantwortungsvoll und konfliktfrei gehandeltes Zinn und Wolfram, recyceltes Kupfer und Kunststoff sowie Fairtrade-Gold. „Fairphone war der erste Elektronikhersteller weltweit, der Fairtrade-Gold in seine Lieferkette integrierte und arbeitet außerdem an einer Initiative für bessere Beschaffungsquellen von Kobalt, dem Schlüsselmineral der Energiewende", betonte Firmengründer Bas van Abel. (APA/dpa)


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