Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 09.10.2019


Bezirk Kufstein

Neues Besucherleitsystem: Festung Kufstein wird zum digitalen Erlebnis

Multimediale Fernrohre, ein Hologramm und Computertechnik verschaffen dem Festungsbesuch in Kufstein ganz neue Spannung.

FH-Rektor Mario Döller (l.) und Festungschef Emanuela Präauer stellten die neuen Ausstellungshöhepunkte vor.

© OtterFH-Rektor Mario Döller (l.) und Festungschef Emanuela Präauer stellten die neuen Ausstellungshöhepunkte vor.



Kufstein – Im Oktober 2016 verkündete Festungschef Emanuel Präauer die museale Neuausrichtung in den historischen Gemäuern. Drei Jahre später wurde gestern der erste Abschnitt des unter Mithilfe von Fachleuten und der Fachhochschule Kufstein erstellten, nagelneuen Besucherleitsystems vorgestellt und damit eröffnet. Und durch die Digitalisierung können nun tatsächlich Wände der Festung sprechen: Der Fuchsturm und das Staatsgefängnis im Kaiserturm sind mit den neuen Medien ausgestattet. In einem mittels Computer animierten Film erfährt der Besucher die wechselhafte Geschichte der Festung, eingebettet in die europäischen Geschehnisse, oder er kann per „multimedialen Fernrohren“ (Augmented Reality) die Historie anderer Ortschaften und deren Beziehung zu Kufstein erkunden. Historische Figuren, die in Hologrammen zum Leben erweckt werden, erzählen zudem aus ihrem Leben. In den kommenden Jahren sollen weitere Abschnitte Medien erhalten. Das Projekt trägt den Namen „Virtuelle Verbund-Systeme und Informations-Technologien für die touristische Erschließung von kulturellem Erbe“ kurz ViSIT. Dahinter verbirgt sich die groß angelegte Zusammenarbeit der Festung Kufstein GmbH mit der Fachhochschule sowie der Universität Passau und der Veste Oberhaus. Die Kosten belaufen sich alleine in Kufstein auf rund 1,3 Mio. Euro, gefördert durch die EU. (wo)

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Vize-BM Brigitta Klein mit einem multimedialen Fernrohr.
Vize-BM Brigitta Klein mit einem multimedialen Fernrohr.
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