Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.12.2015


Gesellschaft

Der Ansturm auf die schönsten Christbäume hat begonnen

In den nächsten Tagen erstehen die Tiroler 160.000 Weihnachtsbäume. Ein Fünftel kommt aus Tirol. Der Kauf wird als Ausflug genutzt.

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© Thomas Boehm / TT



Innsbruck, Lans – 200 Fichten und Föhren aus dem umliegenden Wald und 400 Nordmanntannen stehen im Hof der Familie Angerer in Lans bereit. Die Nordmanntannen kommen aus dem Unterland und der Steiermark. „Die Leute sind früher dran“, erzählt Bäuerin Johanna Angerer. Vor einigen Jahren noch wurden die Bäume erst um den 20. Dezember geholt. Viele verknüpfen den Baumkauf mit einem Erlebnistag. Einige reisen extra aus Südtirol an, viele kommen auch wegen der Kälber mit Kindern. Andere fahren für die schönste Fichte aus dem Oberland herunter. Es weihnachtet. „Die Menschen erzählen von ihrem Jahr“, sagt Angerer. Auch Missgeschicke passieren. „Ein Sistranser suchte immer eine Fichte aus. Einmal entschied er sich für eine Tanne. Er hat sie wieder umgetauscht.“

90 Prozent der Tiroler wählen die haltbare Nordmanntanne, weiß Christina Gruber, zuständig für die Tiroler Christbaumbauern. Colorado-, Kork-, Nobilistannen und Föhren gesellen sich bei den 21 Tiroler Produzenten dazu. 20 Euro pro Meter ist ein Richtwert für den Preis.

Gärtner Thomas Mairhofer hat sich auch schon mit 1000 Bäumen gerüstet. Er bezieht die begehrte Nordmanntanne aus Nürnberg. Der Preis bleibt auch hier konstant: „Ich verwende seit zehn Jahren dieselben Preisschilder.“

Wie werden die Bäume geschmückt? Für Erwin Ortner, seit 50 Jahren bei Angelo-Leonische Werke in Stans tätig, steht der Trend fest: Die Kugeln sind Anthrazit und Himbeere, der Lockendraht ist klassisch Silber, Gold und Rot. (sst)

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