Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 07.04.2016


Bezirk Kitzbühel

Handymast sorgt in Waidring für Wirbel

Anrainer sind wegen des Baus eines Sendemasten in Waidring besorgt.

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© asdgt



Von Miriam Hotter

Waidring – In Waidring geht es derzeit im wahrsten Sinne des Wortes hoch her. Der Grund für die Aufregung ist ein geplanter rund 25 Meter hoher Handymast. „Dieser Schandfleck zerstört unser Orts- und Landschaftsbild“, sagt Anrainer Josef Foidl und kritisiert, dass die Bevölkerung über das Vorhaben nicht informiert wurde. „In einer Nacht- und Nebelaktion hat man einfach mit der Baustelle angefangen“, sagt er.

Demnach soll der Mast in der Nähe des örtlichen Kindergartens entstehen. Manche Einwohner würden nun um die Gesundheit ihrer Kinder fürchten. „Eine Krankenschwester hat sich das Ganze angeschaut. Sie ist der Meinung, dass durch die Strahlen das Blutbild verändert werden könnte“, erzählt Foidl. Außerdem verstehe er nicht, warum es im Vorfeld keine Bauverhandlung gab. Immerhin seien 42 Kubikmeter Beton für die Errichtung der Fundamente notwendig.

Bürgermeister Georg Hochfilzer argumentiert in einer schriftlichen Stellungnahme, dass sich der geplante Sendemast außerhalb einer „geschlossenen Ortschaft“ befinde. In diesem Fall sei eine Anzeige nach Tiroler Bauordnung nicht erforderlich.

Hochfilzer betont in seinem Schreiben weiters, dass er den Unmut der Anrainer sehr gut verstehen könne. Doch die Gemeinde habe außerhalb geschlossener Ortschaften keine rechtliche „Handhabe“ und könne nicht einschreiten. Dies wäre dem Bereich Amtsmissbrauch/Nötigung zuzurechnen.

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