Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.08.2016


Kufstein

St. Josef passt in Radfeld auf

Der Radfelder BM Josef Auer ist erfreut, dass der heilige Josef für sechs bis acht Wochen im Radfelder Gemeindeamt ein würdiges Domizil hat.

Amtsleiter Peter Hausberger, VBM Fritz Fischler, BM Josef Auer, Pfarrer Roland Frühauf, Norbert Wolf und Heiner Sternemann von der Erzdiözese Salzburg (von links) hießen St. Josef willkommen.

© ZwicknaglAmtsleiter Peter Hausberger, VBM Fritz Fischler, BM Josef Auer, Pfarrer Roland Frühauf, Norbert Wolf und Heiner Sternemann von der Erzdiözese Salzburg (von links) hießen St. Josef willkommen.



Von Walter Zwicknagl

Radfeld – Einen würdigen Empfang bereitete die Radfelder Gemeindeführung dem heiligen Josef, dessen Statue nun für einige Wochen im Gemeindehaus beherbergt ist und die arbeitenden Menschen religiöse Impulse geben soll. „Seit dem Jahr 2013 ist die Josefsfigur aus dem Salzburger Dommuseum auf Wanderschaft“, erklärt Heiner Sternemann von der Betriebsseelsorge in der Erzdiözese Salzburg. „Unser Josef tourt durch Tirol und sorgt für sichere Arbeitsplätze und gute Stimmung in der Wirtschaft“, lautet die Devise des Diplomtheologen und Sozialpädagogen, der sich in der Betriebsseelsorge engagiert. Betriebe in Brixlegg, Kramsach, Kundl und Kufstein boten bisher im Bezirk Kufstein eine Herberge für die 90 Zentimeter große Statue des Patrons der Arbeiter. In den vergangenen Wochen war St. Josef aber auch in einem Kaminkehrerbetrieb in Strass zu Gast.

Mit einem Quartett der Bundesmusikkapelle Rattenberg-Radfeld wurde ein kleiner Festakt eingeleitet, ehe Pfarrer Roland Frühauf den Segen spendete. Einer, der sich in dieser Sache besonders einsetzt, ist der Radfelder Norbert Wolf. „Dass es einige Betriebe gibt, die dieser Sache negativ gegenüberstehen, weil ausländische Betriebsangehörige dies als abstoßend empfinden könnten, verstehe ich nicht. Da sind wir vom Integrationsgedanken weit entfernt“, meint er. Jedenfalls war der Radfelder BM Josef Auer erfreut, dass der heilige Josef für sechs bis acht Wochen im Radfelder Gemeindeamt ein würdiges Domizil hat.