Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.11.2016


Gesellschaft

Pilotprojekt in den Startlöchern

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© Harald Angerer



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es war ein langer Weg, den Renate Magerle und die Serviceclubs des Bezirks Kitzbühel zurücklegen mussten. Seit über zehn Jahren kritisieren sie die mangelnde Hilfe im Bezirk Kitzbühel für Kinder mit Entwicklungsstörungen und Schwierigkeiten im Verhalten und fordern eine Einrichtung für Betroffene im Bezirk.

Am Donnerstag fiel nun mit einem Infoabend der Startschuss für das Pilotprojekt des Landes Tirol, das „for Kids Therapiezentrum“. Als Betreiber wurde die Diakonie beauftragt und ab Montag läuft der Betrieb. Beheimatet ist das Therapiezentrum im ehemaligen Krankenhaus.

„Für uns ist der Start ein Schlussstrich unter zehn zum Teil mühsame Jahre“, sagte Magerle bei dem Infoabend und LR Christine Baur freute sich über den Start. Getragen wird das Projekt vom Land Tirol und den Sozialversicherungsträgern. Damit müssen Betroffene nicht mehr nach Innsbruck, sondern können im Bezirk Hilfe in Anspruch nehmen. Einblicke in das Angebot gab die Leiterin des Zentrums, Regina Brassé. „Wichtig war uns ein unbürokratischer Zugang“, sagte Brassé. So können Eltern mit ihren Kindern sowohl mit als auch ohne ärztliche Verordnung kommen.

Angeboten werden psychologische Diagnostik, psychologische Behandlung, Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Das Angebot ist für Eltern und Kinder kostenlos. Aufgrund der Erfahrungen in Kitzbühel könnte dieses Angebot auf ganz Tirol ausgerollt werden, kündigte Baur an.


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