Letztes Update am Sa, 31.12.2016 14:56

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Feuerwerk und Feiern zum Start des Jahres 2017 rund um die Welt

Riesenfeuerwerke von Sydney bis Wien: Für viele Menschen auf der Welt hat das Jahr 2017 bereits begonnen.

Das 2017 hat für einige Erdenbewohner bereits begonnen.

© REUTERSDas 2017 hat für einige Erdenbewohner bereits begonnen.



Wien – Das Jahr 2017 ist da. Millionen Menschen weltweit begrüßten bereits das neue Jahr. Auch in Deutschland feierten sie mit großen Feuerwerken. In Berlin, München und Köln verliefen die Partys bislang friedlich, aber unter strengem Polizeischutz. Als erste hatten die Menschen auf Samoa und anderen pazifischen Inseln den Jahreswechsel bejubelt: Punkt 11.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) begann dort 2017.

Der 27. Wiener Silvesterpfad hat rund 650.000 Besucher angelockt. Zwischen 14.00 und 2.00 Uhr wurden neun Standorte in der Innenstadt sowie je einer beim Riesenrad und in der Seestadt Aspern bespielt. Nach Familienprogramm, Musik, Kulinarik und Abendunterhaltung gipfelte das Fest um Mitternacht in zwei Feuerwerken am Rathausplatz und im Prater.

Wien habe sich „einmal mehr als Stadt des friedlichen Miteinander präsentiert“, unterstrich der Veranstalter Stadt Wien Marketing in einer Aussendung. Von Zwischenfällen sei nichts bekannt. „Alles ruhig“, hieß es auch seitens der Wiener Polizei, die am Abend mit 400 Beamten im Einsatz war.

Für 134 Mitarbeiter der MA 48 fing die Arbeit erst nach dem Fest an. Sie waren noch in der Nacht im Einsatz, damit sich die Wiener Innenstadt bereits in der Früh wieder gewohnt sauber präsentieren kann.

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Hunderttausende in Berlin

In Berlin kamen zu Deutschlands größter Silvesterparty laut der Veranstalter Hunderttausende Besucher. Die Partymeile vor dem Brandenburger Tor wurde mit Betonpollern und anderen Sperren gegen mögliche Angriffe mit Fahrzeugen gesichert. Köln feierte ein Jahr nach den massenhaften sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht ebenfalls mit einem großen Polizeiaufgebot den Jahreswechsel.

Auch im Ausland gab es häufig strenge Sicherheitsvorkehrungen – zum Beispiel in Paris. Mit einem Feuerwerk am Prachtboulevard Champs-Élysées feierten die Menschen dort trotz eisiger Temperaturen das neue Jahr. Wegen der Terrorgefahr hatten die Behörden etwa Zufahrten mit Betonblöcken und Fahrzeugen versperrt.

Pünktlich zum Glockenschlag des Big Ben um Mitternacht begrüßten die Londoner das neue Jahr mit einem knapp zwölfminütigen Feuerwerk am Riesenrad London Eye an der Themse. Abgestimmt war das Spektakel zu Musik, unter anderem auch von Pop-Größen wie Prince, David Bowie und George Michael, die im vergangenen Jahr gestorben waren.

Sydney begrüßte neues Jahr mit Megafeuerwerk

Schon um 14.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit erlebten allein im Hafen von Sydney mehr als eine Million Zuschauer ein gigantisches Feuerwerk. Über dem berühmten Opernhaus in der australischen Metropole flogen bei sommerlichen Temperaturen zwölf Minuten lang Raketen in den Nachthimmel. Bei Unfällen mit Feuerwerkskörpern starben in der Nacht zwei Männer.

In Tokio ließen die Menschen Hunderte weiße Ballons in die Luft steigen. In den buddhistischen Tempeln in ganz Japan läuteten die Glocken genau 108 Mal, um die Menschen von einer der 108 irdischen Begierden zu befreien.

Für die mehr als 1,3 Milliarden Einwohner Chinas – des bevölkerungsreichsten Landes der Erde – begann das neue Jahr gleichzeitig (um 17.00 Uhr MEZ); das Riesenreich hat nur eine einzige Zeitzone. In den großen Städten des Landes gab es in diesem Jahr keine offiziellen Feiern zu Silvester. Der 1. Jänner ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr aber erst gut einen Monat später. Allerdings richtete die Sonderverwaltungszone Hongkong ein spektakuläres Feuerwerk zum Jahreswechsel 2016/17 aus.

In vielen Städten Indiens wie Neu Delhi und Bangalore strömten die Menschen zu Partys im Stile von Bollywood-Filmen. Aus Sorge um Terrorattacken herrschten vielerorts ebenfalls strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Auch in Italien war man vorsichtig, nachdem vor wenigen Tagen nahe Mailand der mutmaßliche Attentäter von Berlin erschossen wurde. In Rom und anderen großen Städten des Landes galten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Unter anderem in Turin, Bologna und Venedig war Medienberichten zufolge ein Böllerverbot in Kraft. (dpa, APA, TT.com)