Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 06.03.2017


Gesellschaft

Imst nutzt die Vielfalt für erstes Sprachencafé

Im Haus der Begegnung findet das Sprachencafé schon lange jeden 1. und 3. Dienstag im Monat statt. Imst zieht jetzt nach.

© Haus der BegegnungIm Haus der Begegnung findet das Sprachencafé schon lange jeden 1. und 3. Dienstag im Monat statt. Imst zieht jetzt nach.



Imst – Am morgigen Dienstag kommt es im Café Rosengartl beim Pflegezentrum Gurgltal zu einer Premiere: Um 17 Uhr öffnet dort das erste Sprachencafé im Bezirk. Die ganze sprachliche Vielfalt von Imst soll sich da entfalten. Fix sind bereits Tische, an denen Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Türkisch gesprochen werden kann. „Unsere russisch sprechende Freiwillige ist leider krank geworden und die Ungarin kommt eine Stunde später dazu“, erklärt Kirsten Mayr vom Imster Integrationsbüro. „Wir wollen jeden ersten Dienstag im Monat ein solches Sprachencafé abhalten“, so Mayr.

In gemütlicher Atmosphäre treffen sich Menschen aus verschiedenen Kulturen und sprechen gemeinsam die dargebotenen Sprachen. Die Sprachtische werden von Freiwilligen in ihrer Muttersprache geführt. Den Besuchern steht es frei, für welchen Tisch sie sich entscheiden, „ein paar Grundkenntnisse sollte man allerdings schon aufweisen“, erklärt Mayr, „Themen wie Flucht oder Erlebnisse werden nicht angesprochen“.

Im Dezember traf sich eine Gruppe von Ehrenamtlichen zusammen mit der Leiterin des Integrationsbüros, um das seit bereits Jahrzehnten erfolgreiche Projekt in anderen Städten in die Bezirkshauptstadt zu holen. „Sprachencafés gibt es fast in jeder größeren Stadt, in Innsbruck läuft es bereits seit Jahren sehr erfolgreich. Aufgrund der fast 80 verschiedenen Kulturen, welche es bei uns hier gibt, dachten wir uns, dass es auch hier in Imst erfolgreich laufen könnte“, so Mayr. (TT)