Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Bezirk Kitzbühel

Das Rote Kreuz im Bezirk zeigt sich wieder geeint

Die neue Führung zog bei der Jahreshauptversammlung erstmals Bilanz. Nun soll die Standortfrage in Angriff genommen werden.

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© Harald Angerer



Von Harald Angerer

Kirchberg – Ein turbulentes Jahr liegt hinter der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Kitzbühel. Dieses fand nun mit der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung der neuen Führung am Donnerstagabend in der „arena365“ in Kirchberg ein Ende. Noch im Jänner traten der komplette Vorstand sowie der Geschäftsführer zurück. Seit Februar hat nun Daniel Hofer die Bezirksstellen-Leitung über. Mit Bernhard Gschnaller und Stefan Kappel wurde auch die Geschäftsführung neu besetzt.

Dementsprechend kurz fiel auch der Tätigkeitsbericht des Bezirksstellenleiter aus. „Die Zeit seit Februar war sehr intensiv und ohne die große Unterstützung der gesamten Mannschaft wäre es nicht gegangen“, schildert Hofer. Er sei im Februar vor allem von der großen Einigkeit im Bezirk überrascht gewesen.

Inzwischen gebe es auch wieder eine große Aufbruchsstimmung. So habe man zwei neue Geschäftsführer angestellt, vier neue hauptamtliche Mitglieder, und die Ortsstellen freuen sich über neue Mitglieder. „Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Hofer. Den Anstieg bei den Freiwilligen in allen Tätigkeitsbereichen merkte man auch bei den Angelobungen. Nicht weniger als 43 Personen wurden angelobt.

Als Zukunftsprojekt sprach Hofer das Thema Bezirksstellen-Neubau an. In Kitzbühel platzen die Bezirksstelle und die Kitzbüheler Rotkreuz-Wache aus allen Nähten. „Auch wenn immer wieder Gerüchte kursieren, wir haben noch keinen neuen Standort gefunden“, sagt Hofer. Hier sei man aber auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Denn für die Wache wäre eine gute Straßenanbindung notwendig.

Nach einem neuen Standort muss das Rote Kreuz auch für den Kleiderladen und die Lebensmitteltafel in St. Johann suchen. „Der bestehende Standort steht uns ab August nicht mehr zur Verfügung. Hier suchen wir dringend nach einem neuen Standort“, rief der Bezirksstellenleiter zur Suche auf.