Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.06.2017


Bezirk Landeck

Österreichs Schachjugend kürt ihre Meister in Pfunds

20 Teams aus allen Bundesländern bestreiten diese Woche das Schulschach-Bundesfinale. Schirmherr ist das Bildungsministerium.

Im Turnsaal der NMS Pfunds trafen gestern Dienstag u. a. die Teams aus Imst und Wörgl aufeinander.

© WenzelIm Turnsaal der NMS Pfunds trafen gestern Dienstag u. a. die Teams aus Imst und Wörgl aufeinander.



Von Helmut Wenzel

Pfunds – Volle Konzentration, strategisches Kalkül, Ausdauer und Mut – Merkmale wie diese bringen die 100 besten Schachtalente aus ganz Österreich mit nach Pfunds zum Schulschach-Bundesfinale. Dort stellen diese Woche 20 fünfköpfige Teams ihr Können unter Beweis. Schauplatz ist der Turnsaal der Neuen Mittelschule (NMS) Pfunds, wo seit gestern Dienstag vor allem knisternde Spannung und Ruhe herrscht. Wenn ein Geräusch zu hören ist, dann kommt es von den Schachfiguren, die am Spielfeld bewegt werden.

Am Ende des viertägigen Wettbewerbs sollen zwei Siegerteams gekürt werden: die besten Talente aus der Unter- und jene aus der Oberstufe.

„Die Gemeinde freut sich, Gastgeber für das Bundesfinale sein zu dürfen“, hob Bürgermeister Rupert Schuchter am Dienstag bei der Eröffnung hervor.

BM Rupert Schuchter, Harald Miedler (Ministerium), Karin Schnegg (Koordinatorin) und Direktor Simon Gredler (v. l.) eröffneten das Bundesfinale.
BM Rupert Schuchter, Harald Miedler (Ministerium), Karin Schnegg (Koordinatorin) und Direktor Simon Gredler (v. l.) eröffneten das Bundesfinale.
- Wenzel

Karin Schnegg, Mittelschullehrerin am Landecker Gymnasium, ist Schulschach-Beauftragte für Tirol. Sie lotste den Bewerb, der jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgetragen wird, nach Pfunds: „Wir haben hier ideale Rahmenbedingungen, die Gemeinde und die Neue Mittelschule unterstützen den Bewerb bestens.“

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Schirmherr der Veranstaltung und Schulschach-Förderer ist das Bildungsministerium (BMB). In dessen Auftrag koordiniert Fachoberinspektor Harald Miedler das Bundesfinale. „Schulschach ist eine unverbindliche Übung, derzeit an rund 900 Schulen in Österreich“, schilderte er und hob den Stellenwert des Denksports am Schachbrett hervor: „Erwiesen ist, dass junge Schachtalente überdurchschnittlich gute Noten in Mathe und Deutsch haben. Zudem fördert Schach die soziale Kompetenz.“ Die Schüler würden den fairen Umgang mit Sieg und Niederlage lernen. „Niemand bricht in Jubelgeschrei aus. Oft ist es so, dass der Sieger dem Verlierer hilft, das Spiel zu analysieren“, weiß Schnegg, eine langjährige Förderin des Schachspiels.

Weil Tirol das Gastgeber-Bundesland ist, dürfen vier Teams antreten. Aus den anderen Bundesländern trafen je zwei Teams ein (je eines aus der Unter- und Oberstufe). Für Tirol mischen Schüler-Teams aus Imst, Nußdorf-Debant, Innsbruck (Gymnasium Adolf-Pichler-Platz) sowie aus Wörgl mit. Weitere Infos: www.bmb.gv.at/schach.